Studie mit 2 Millionen Teilnehmern: Vegetarier erkranken seltener an fünf Krebsarten.

Studie mit 2 Millionen Teilnehmern: Vegetarier erkranken seltener an fünf Krebsarten
Studie mit 2 Millionen Teilnehmern: Vegetarier erkranken seltener an fünf Krebsarten

Wie sich vegetarische Ernährung auf das Krebsrisiko auswirkt

Nach Angaben von TSN.ua: Eine Langzeitstudie über 16 Jahre mit fast zwei Millionen Teilnehmern zeigt klare Zusammenhänge zwischen Ernährungsweise und Krebshäufigkeit. Vegetarier entwickelten demnach seltener Tumore in fünf spezifischen Organen.

Die Auswertung ergab für Vegetarier folgende Risikoreduktion:

  • Das Risiko für multiples Myelom sank um 31%;
  • Nierenkrebs trat um 28% seltener auf;
  • Das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs verringerte sich um 21%;
  • Prostatakrebs kam um 12% weniger vor;
  • Brustkrebsrisiko war um 9% reduziert.

Interessanterweise profitierten auch Pescatarier, also Menschen, die Fisch essen: Ihr Risiko für Brust-, Nieren- und Darmkrebs war um 7 bis 27% niedriger. Eine überraschende Erkenntnis betrifft Veganer: Bei ihnen stieg das Darmkrebsrisiko um 40% an. Zudem zeigte sich bei Vegetariern eine fast doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, an einem Karzinom im Rachenbereich zu erkranken. Diese Ergebnisse unterstreichen, dass die Auswirkungen pflanzlicher Ernährung auf die Gesundheit komplex und nicht pauschal positiv sind.

Die Daten der großangelegten Untersuchung betonen die zentrale Rolle der Ernährung in der Krebsprävention und bieten eine solide Basis für künftige Forschungsarbeiten in diesem Feld.

Neue Perspektiven für vegetarische und vegane Ernährung

Die Studienergebnisse könnten die öffentliche Wahrnehmung pflanzenbasierter Ernährungsformen verändern, da sie konkrete gesundheitliche Vorteile aufzeigen. Dies könnte viele Menschen dazu anregen, ihre Ernährungsgewohnheiten kritisch zu hinterfragen und bewusster Lebensmittel auszuwählen, die das Krebsrisiko senken können.

Gleichzeitig eröffnet die Forschung neue Wege für wissenschaftliche Arbeiten an der Schnittstelle von Ernährungsmedizin und Onkologie. Daraus könnten langfristig innovative Strategien zur Krankheitsvorbeugung entstehen.


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