Porno-Gesetz in der Ukraine gescheitert: Diese Strafen bleiben bestehen.

Porno-Gesetz in der Ukraine gescheitert: Diese Strafen bleiben bestehen
Porno-Gesetz in der Ukraine gescheitert: Diese Strafen bleiben bestehen

Abgelehnt: Gesetzesvorhaben zur Entkriminalisierung von Pornografie

Nach Angaben von Novyny.live: Am 28. Mai scheiterte in der Werchowna Rada ein Gesetzesentwurf, der Pornografie für Volljährige unter bestimmten Bedingungen straffrei stellen sollte. Ziel war es, die strafrechtliche Verfolgung für die einvernehmliche Herstellung und Verbreitung von Inhalten für Erwachsene aufzuheben. Obwohl 207 Abgeordnete dafür stimmten, reichte die Zahl nicht aus, um das Vorhaben zu verabschieden. Dieses Ergebnis zeigt, wie kontrovers das Thema im Parlament weiterhin diskutiert wird.

Was sich im Strafgesetzbuch ändern sollte

Der Vorschlag sah eine Neufassung von Artikel 301 des ukrainischen Strafgesetzbuches vor. Wichtig zu wissen: Die strafrechtliche Verantwortung wäre für bestimmte Bereiche erhalten geblieben. So wären weiterhin strafbar gewesen:

  • die Herstellung oder Verbreitung von Inhalten, an denen Minderjährige beteiligt sind;
  • die Erstellung von Aufnahmen ohne Einwilligung der abgebildeten Person;
  • Inhalte mit Gewalt, Tieren oder anderen grausamen Perversionen;
  • Zuhälterei und sexuelle Ausbeutung.

Zudem wäre die Nötigung zur Teilnahme an der Erstellung pornografischen Materials weiterhin unter Strafe gestellt worden. Der gescheiterte Vorstoß unterstreicht die tiefe gesellschaftliche und politische Spaltung in der Frage der Regulierung von Erwachseneninhalten in der Ukraine. Die Ablehnung des Gesetzes spiegelt konservative Strömungen wider, die solche liberalen Reformen blockieren – und wirft gleichzeitig Fragen zum Schutz der Menschenrechte und zur Medienerziehung in der heutigen Zeit auf.


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