UN-Menschenrechtskommissar verurteilt russische Angriffe auf Energieversorgung.
Schwere Vorwürfe des UN-Hochkommissars gegen Russland
Nach Angaben von TSN.ua: Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die massiven Angriffe der Russischen Föderation auf die ukrainische Energieinfrastruktur scharf verurteilt. Die Attacken führten in Großstädten wie Kiew und Odessa zu Ausfällen von Heizung und Strom. Allein in der ukrainischen Hauptstadt waren 5 635 Mehrfamilienhäuser ohne Heizung, wobei 80% davon erst kürzlich nach den Angriffen vom 9. Januar wieder Wärme erhalten hatten. Solche Angriffe treffen die Zivilbevölkerung inmitten des Winters besonders hart.
Anhaltende Zerstörung kritischer Infrastruktur
Seit Oktober 2022 führt die russische Armee systematische Schläge gegen die ukrainische Energieversorgung durch, von denen mindestens 20 Regionen betroffen sind. Ähnliche Attacken im vergangenen Jahr hatten Stromausfälle von bis zu 18 Stunden täglich zur Folge. Am 20. Januar wurden mehrere ukrainische Umspannwerke getroffen, die für die nukleare Sicherheit von kritischer Bedeutung sind. So verlor etwa das Kernkraftwerk Tschernobyl die externe Stromversorgung. Diese gezielten Zerstörungen gefährden die Grundversorgung von Millionen Menschen.
„Gezielte Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur stellen einen klaren Verstoß gegen die Kriegsregeln dar.“
Volker Türk
Volker Türk betonte zudem, es sei 'entsetzlich mitanzusehen, wie die Zivilbevölkerung leidet'. Seine Äußerungen unterstreichen die gravierenden humanitären Folgen dieser Militärschläge für die Menschen in der Ukraine.
Die Lage der ukrainischen Energieinfrastruktur bleibt kritisch, da die regelmäßigen Attacken erhebliche Versorgungsengpässe verursachen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Sorge, da die Menschenrechtsverletzungen und die Gefährdung der nuklearen Sicherheit weit über die Ukraine hinausreichen. Die Reaktion der UN und anderer internationaler Organisationen könnte künftige Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung beeinflussen.
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