Urteil bestätigt: 15 Jahre Haft für Folterknecht der 'Isoljazija'.
Endgültiges Urteil des Obersten Gerichts
Nach Angaben von TSN.ua: Der Oberste Gerichtshof der Ukraine hat das Urteil gegen Denis Kulikowski, genannt 'Palitsch', bestätigt. Der Mann war Aufseher in dem berüchtigten Geheimgefängnis 'Isoljazija' im besetzten Donezk. Damit bleibt es bei der vom Schewtschenko-Gericht verhängten 15-jährigen Freiheitsstrafe für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Kulikowski muss noch etwa achteinhalb Jahre absitzen.
Die Festnahme des Angeklagten erfolgte im November 2021 in Kiew. Die Anklage stützte sich auf mehrere Paragrafen des ukrainischen Strafgesetzbuchs, darunter Artikel 149, 258-3, 260 und 438. Diese betreffen schwere Vergehen wie Menschenrechtsverletzungen und terroristische Handlungen. Die 'Isoljazija' gilt als Symbol für Folter und Misshandlung während der Besatzung.
Kulikowski selbst äußerte sich knapp: 'Das ist ein schlimmer Ort. Ihr werdet alles noch erfahren. Aber nicht jetzt.'
Obwohl die Verteidigung Revision einlegte, setzte der Oberste Gerichtshof nun einen endgültigen Schlusspunkt. Alexander Dachno, der Anwalt der Opfer, bewertete das Urteil als angemessen: 'Das Strafmaß entspricht voll und ganz der Schwere der begangenen Taten.'
Bedeutung des Richterspruchs
Mit der Bestätigung der 15-jährigen Haftstrafe ist ein wichtiges Verfahren zu Kriegsverbrechen in der Ostukraine rechtskräftig abgeschlossen. Dieses Urteil schafft einen bedeutenden Präzedenzfall im Kampf gegen die Straflosigkeit von Gräueltaten während des bewaffneten Konflikts. Es unterstreicht die Verpflichtung des Staates, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Terrorakte, die unter Besatzungsbedingungen begangen wurden, konsequent zu ahnden. Der Fall Kulikowski trägt zudem dazu bei, das Bewusstsein für das Leid der Opfer und die langfristigen Folgen solcher Verbrechen zu schärfen.
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