Russlands Frühlingsoffensive gescheitert: Militärexperte sieht nur noch eine Frage der Zeit.
Kampfgeschehen im Überblick: Mai 2023 als Höhepunkt des grandiosen Scheiterns der russischen Frühjahrsoffensive
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Militär- und Politikbeobachter Oleksandr Kowalenko von der Gruppe 'Informationswiderstand' bewertet das Debakel der russischen Frühjahrsoffensive. Er verweist auf massive Verluste und logistische Engpässe beim Gegner. Nach seiner Einschätzung ist die gesamte Frühjahrsoffensive für die Russen völlig gescheitert – der Mai 2023 sei für sie ein Monat des Misserfolgs gewesen. In diesem Zeitraum gelang es den Invasoren lediglich, rund 20 Quadratkilometer Land zu besetzen. Zum Vergleich: Das entspricht etwa der Fläche einer kleinen deutschen Kleinstadt.
Kowalenko betont, dass die ukrainischen Verteidigungskräfte begonnen haben, die feindlichen Nachschubwege gezielt zu kappen.
„Die Kommunikation haben wir dem Feind unterbrochen – Starlink sei hier erwähnt“, so der Experte.Er stellte außerdem klar, dass die Rückkehr zu den Grenzen von 1991 ein realistischer Prozess sei, was auf mögliche positive Entwicklungen in der Kriegsführung hindeute.
Diese Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die Aussichten für die russische Sommerkampagne, die angesichts der aktuellen Bilanz vor völlig neuen Hürden stehen dürfte.
„Das ist nur eine Frage der Zeit“, fasste Kowalenko zusammen.Dabei unterstrich er die Notwendigkeit, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Stellungen weiter festigen.
Das Scheitern der russischen Frühjahrsoffensive verdeutlicht nicht nur strategische Fehlentscheidungen des Aggressors, sondern zeigt auch die Wirksamkeit des ukrainischen Abwehrkampfes im modernen Krieg. Die Unterbrechung feindlicher Versorgungsrouten und das Halten der Stellungen belegen einen wachsenden Kampfwert der Ukraine, der den weiteren Konfliktverlauf beeinflussen könnte. Angesichts der hohen Verluste des Gegners sollte die Ukraine ihre Positionen weiter stärken und die Zusammenarbeit zwischen den Einheiten verbessern, um in künftigen Kampagnen erfolgreich zu sein.
Lesen Sie auch
- Mai-Bilanz der ukrainischen Armee: 630 getötete Russen pro Quadratkilometer
- Selenskyj bestätigt Angriffe ukrainischer Drohnen auf Ziele in Sankt Petersburg und der Region Krasnodar
- Ukrainischer Geheimdienst kontrolliert wichtigen Nachschubweg: Route Krim-Donezk unter Beschuss
- Ukraine-Krieg: Moskau verlegt über 70.000 Soldaten in den Süden – heftige Kämpfe
- Angriff auf Rettungsboote im Seekorridor: Russland greift humanitäre Schiffe an
- Warum Russland die Autobahn Charkiw–Sumy angreift: Moskaus Plan zur Unterbrechung der Nachschublinien

