Nach 33 Tagen an der ECMO: Kriegsveteran erhält Spenderherz.
Der Weg von Jurij Mykytenchuk
Nach Angaben von TSN.ua: Jurij Mykytenchuk, ein Veteran, der russische Gefangenschaft und schwere Folter überlebte, bekam ein Spenderherz, nachdem sein eigenes versagte. 33 Tage lang hielt ihn eine ECMO-Maschine am Leben, während er auf die Transplantation wartete. Nun hat er eine zweite Chance erhalten.
Im September 2023 geriet der 45-Jährige in der Region Donezk in Gefangenschaft. Dort erlitt er, wie er später erfuhr, einen Herzinfarkt – ohne es zu merken.
„Mir wurde hier gesagt, dass ich in Gefangenschaft einen Infarkt hatte, aber ich wusste nichts davon“, so Mykytenchuk.Sein Zustand verschlechterte sich zunehmend. Am 4. Februar setzte sein Herz aus. Ärzte schlossen ihn an eine ECMO an, die 33 Tage lang seine Funktionen übernahm, bis ein Spenderorgan verfügbar wurde.
Der Spender war ein 43-jähriger Mann, der an einem Schlaganfall starb. Dank dieser Transplantation konnte Mykytenchuk seinen 45. Geburtstag ohne medizinische Geräte feiern.
„Es war eine furchtbare Depression. Ich halte es nicht aus, stillzuliegen – doch hier war ich ans Bett gefesselt“, erinnert sich der Veteran.
Ein neuer Lebensabschnitt
Heute blickt Jurij nach vorne. „Ich habe den Krieg überlebt, die Gefangenschaft, den Herzstillstand und 33 Tage ECMO. Ich habe kein Recht auf Apathie. Es muss noch etwas geben, das ich in dieser Welt tun soll“, sagt er. Seine Geschichte zeigt, wie wichtig medizinische Technologien und Organspenden sind – und wie menschliche Unterstützung in den dunkelsten Stunden Leben retten kann.
Der Fall von Jurij Mykytenchuk macht nicht nur die Herausforderungen von Veteranen sichtbar, sondern auch die lebensrettende Rolle moderner Medizin. Die Herztransplantation gab ihm nicht nur neue Jahre, sondern auch einen neuen Antrieb. Sie erinnert daran, wie entscheidend Spendenbereitschaft und Mitgefühl in Extremsituationen sind.
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