10 Milliarden Hrywnja: So teuer wird der ukrainische Urnengang 2024.
Die Wahlen in der Ukraine 2024
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Staatskasse muss für die Wahlvorbereitungen 2024 mindestens zehn Milliarden Hrywnja bereitstellen. Den größten Posten machen dabei die Personalkosten aus. Allein die Organisation der Präsidentschaftswahl wird auf 4,5 bis 6,5 Milliarden Hrywnja veranschlagt, die Parlamentswahl auf weitere 4,5 Milliarden.
Rund 70 Prozent dieser Wahlausgaben entfallen auf die Bezahlung der Mitglieder in den Kreis- und Bezirkswahlkommissionen. Diese hohe Summe unterstreicht, welch zentrale Rolle die Entlohnung der Wahlhelfer für einen reibungslosen Ablauf spielt.
Weitere Kosten bleiben unberücksichtigt
Die genannte Summe von zehn Milliarden Hrywnja bildet jedoch nur die Basis. Die tatsächlichen Gesamtkosten werden deutlich höher ausfallen, da Ausgaben der Kommunen, des Verteidigungs- und des Außenministeriums in dieser Kalkulation noch nicht enthalten sind. Damit dürften die realen Wahlkosten die bisherigen Schätzungen erheblich übersteigen.
Die enormen Ausgaben verdeutlichen den finanziellen Aufwand für demokratische Prozesse, besonders in einer Krisensituation. Da der Löwenanteil in die Bezahlung von Wahlpersonal fließt, ist eine verlässliche Finanzierung für qualifizierte Kräfte essenziell. Gleichzeitig wirft der immense Betrag Fragen nach der Effizienz der Mittelverwendung und nach möglichen Auswirkungen auf andere staatliche Programme auf.
Lesen Sie auch
- Ukraine plant Vergeltung: Selenskyj legt mit Militärspitze Reaktion auf russische Angriffe fest
- EU-Kommission nimmt Krypto-Dienstleister ins Visier: Neue Sanktionen gegen Russland geplant
- Neue Aufgaben für Umerow und Klymenko: Selenskyj legt frischen Kurs für den Nationalen Sicherheitsrat fest
- Ehemaliger ukrainischer Abgeordneter Demtschak an Kiew ausgeliefert – Behörden verstärken Rückholaktion von Verdächtigen
- Neue EU-Sanktionen gegen Russland: Das steckt im 21. Maßnahmenpaket
- Litauen wirft EU-Staaten vor, Sanktionen aus Eigennutz zu untergraben

