Kreml-Regime: Krieg als Überlebensstrategie – Warum Putins Plan scheiterte.
Der Ukraine-Krieg als Lebensader des Putin-Regimes
Nach Angaben von UATV: Für den Kreml ist der Krieg gegen die Ukraine nicht primär ein Mittel zur Verfolgung außenpolitischer Ziele, sondern dient in erster Linie dem puren Machterhalt des eigenen Regimes. Diese Einschätzung vertritt der ukrainische Militärexperte der Territorialverteidigungskräfte, Oleksandr Mussijenko. Die ursprüngliche Lagebewertung des Kremls im Jahr 2022 war demnach ein folgenschwerer Fehler, der zum Scheitern der russischen Initialpläne führte.
Mussijenko zufolge ist der Krieg zur einzigen Existenzgrundlage des russischen Machtsystems geworden. Er betonte:
„In Russland gibt es derzeit keine Strategie. Im Kern läuft alles darauf hinaus, dass dieser Krieg ausschließlich eine Überlebensfrage für das Kreml-Regime ist, nicht für Russland“— Oleksandr Mussijenko. Dies zeuge von einem Mangel an klaren außenpolitischen Zielen, die eine Umsetzung von Plänen auf internationaler Bühne ermöglichen würden. Der Krieg ist somit zum Selbstzweck geworden.
Folgenreiche Fehlkalkulationen
Darüber hinaus wies Mussijenko darauf hin, dass die Entscheidungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin einen ‚katastrophalen Fehler strategischen Ausmaßes‘ darstellten, der bereits strategische Konsequenzen für die Russische Föderation habe und weiter haben werde. Als Beleg für die zunehmende Abschottung des Regimes verwies der Analyst auf die verschärfte Zensur in der russischen Gesellschaft, die sich auch in den während der „Direkten Linie“ mit Putin zugelassenen Fragen zeige.
„Man muss sich nur anschauen, welche Fragen Putin während dieser Fragestunde gestellt wurden. Was war auf den Bildschirmen zu sehen? Nur das, was die Zensur passieren ließ“ — Oleksandr Mussijenko.
Der Krieg gegen die Ukraine ist für den Kreml damit weit mehr als ein militärischer Konflikt – er dient als zentrales Instrument zur Aufrechterhaltung der eigenen Herrschaft. Dies offenbart einen tiefgreifenden Wandel in der Strategie der russischen Führung. Anstatt außenpolitische Ziele zu erreichen, hat der Krieg Russland international isoliert und zu verstärkten Repressionen im Inland geführt. Diese Entwicklung birgt weitreichende Folgen nicht nur für Russland selbst, sondern für die gesamte regionale Sicherheitsarchitektur in Europa.
Lesen Sie auch
- Neue Regelungen für den Ersatzdienst: Wer in der Ukraine davon betroffen sein wird
- Minsk wird zur Drehscheibe: Ukraine meldet mehr Drohnenangriffe aus Belarus
- Neuer Rat für Veteranenschutz: Selenskyj ernennt Budanow zum Vorsitzenden
- Dringende Sitzung des UN-Sicherheitsrats: Ukraine reagiert auf neue russische Angriffswelle
- Europa soll die Ukraine stärker stützen: Experten analysieren Trumps Strategie
- Amerikas Rolle bei der Unterstützung eines Treffens zwischen Putin und Zelensky: Trump äußert sich

