Nach Unfall brutal attackiert: Polizei lässt Angreifer auf ukrainischen Soldaten laufen.
Gewalt gegen Frontsoldaten in der Region Ternopil
Nach Angaben von TSN.ua: Ein ukrainischer Soldat namens Mykola, der das Land seit 2015 verteidigt, wurde nach einem Verkehrsunfall mit einem Quad brutal zusammengeschlagen. Obwohl die beiden Angreifer offensichtlich betrunken waren, ergriff die Polizei keine Maßnahmen gegen sie. Stattdessen soll dem Soldaten sogar Bestechungsgeld angeboten worden sein, damit er keine Anzeige erstattet. Derartige Vorfälle erschüttern das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit in Kriegszeiten zutiefst.
Der Vorfall ereignete sich im Rajon Kremenez in der Oblast Ternopil. Einer der Angreifer stürmte auf Mykola zu und schlug wiederholt auf dessen Kopf ein. Der Soldat konnte ausweichen und den Aggressor zu Boden bringen. Trotz der Aussagen mehrerer Zeugen nahm die Polizei die Täter nicht fest und stuft die Tat lediglich als 'von einer Gruppe begangene Rowdylei' ein.
Untersuchung und öffentliche Empörung
Im Zuge der Ermittlungen wurde gegen die Angreifer lediglich rund um die Uhr Hausarrest verhängt. In einem anderen, damit zusammenhängenden Fall wurde der stellvertretende Leiter des Territorialen Rekrutierungszentrums (TZK) in Kremenez festgenommen. Er hatte 3.000 Dollar Bestechungsgeld für die Aktualisierung von Militärdokumenten gefordert.
Augenzeugen zeigen sich besorgt über die Straflosigkeit der Täter.
„Diese Leute kommen mit viel zu viel durch“, sagte Sofija, eine Zeugin des Vorfalls.Der Ermittler des Polizeireviers Kremenez, Witalij Hryschtschuk, kommentierte den Fall, weigerte sich jedoch, Einzelheiten zu den Aussagen der Verdächtigen preiszugeben.
Der Umgang mit diesem Vorfall sorgt in der Öffentlichkeit für große Besorgnis. Es zeigt sich, dass Soldaten, die das Land an der Front verteidigen, im Inneren nicht ausreichend vor Gewalt geschützt sind. Ohne ein entschlossenes Eingreifen der Strafverfolgungsbehörden bei solchen Übergriffen schwindet das öffentliche Vertrauen in die Rechtsordnung. Dies wirft ernste Fragen zum Schutz derjenigen auf, die ihr Leben für die Sicherheit aller riskieren.
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