Kokain-Lieferungen nach Russland: Recherche zeigt Verbindungen zu Putins Umfeld.

Kokain-Lieferungen nach Russland: Recherche zeigt Verbindungen zu Putins Umfeld
Kokain-Lieferungen nach Russland: Recherche zeigt Verbindungen zu Putins Umfeld

Enthüllungen des Rechercheprojekts 'Systema'

Nach Angaben von Espreso.tv: Eine Untersuchung des Projekts 'Systema' hat mögliche Verbindungen zwischen Kokainschmuggel nach Russland und Personen aus dem Umfeld von Wladimir Putin aufgedeckt. Der Bericht deckt den Zeitraum von 2022 bis 2026 ab und stützt sich auf mehrere Drogenbeschlagnahmungen im Rahmen von Spezialoperationen. Diese Aktionen erwiesen sich als aufschlussreich für die Ermittlungen.

Im August 2025 etwa wurden im Hafen von Sankt Petersburg auf dem Frachter 'Cool Emerald' über 1,5 Tonnen Kokain beschlagnahmt – mit einem geschätzten Marktwert von mehr als 20 Milliarden Rubel. Dieser Fund zählt zu den größten Drogenbeschlagnahmungen der letzten Jahre. Ein weiterer Vorfall ereignete sich 2026 in Estland, wo der Containerschiff 'Baltic Spirit' gestoppt wurde, das auf dem Weg von Ecuador nach Sankt Petersburg war. Auch dies unterstreicht die Aktivitäten von Drogenhändlern in dieser Region.

Bereits 2022 waren im Rahmen der Operation 'Ecuadorianischer Wind' 50 Kilogramm Rauschgift in einem Container entdeckt worden. Die schwedische Logistikfirma 'Cool Carriers', einer der größten Bananentransporteure aus Lateinamerika, spielt eine zentrale Rolle beim Import von Früchten über das Terminal 'MGS-Terminal' im Hafen von Sankt Petersburg. Zu den Miteigentümern dieses Terminals zählen Wladimir Borisenko und Michail Ganjuschin.

Verbindungen zu hochrangigen Persönlichkeiten

Wladimir Borisenko war Mitgründer einer Vereinigung von Eigentümern einer exklusiven Villensiedlung bei Sankt Petersburg – gemeinsam mit Oleg Rudnow. Zudem ist er Mitglied der Russischen Liga der Ehrenkonsuln. Diese Verbindungen deuten auf mögliche korrupte Netzwerke hin, die mit dem Drogenhandel in Russland verflochten sein könnten.

Die Ergebnisse der Recherche verdeutlichen ernste Probleme, die sowohl den Drogenschmuggel als auch dessen mögliche Verstrickungen mit ranghohen Staatsvertretern betreffen. Die Affäre wirft grundlegende Fragen zur Wirksamkeit der russischen Drogenkontrollsysteme auf und legt nahe, dass Korruption bis in die höchsten Machtzirkel reichen könnte.

Angesichts des Ausmaßes des Drogenhandels und seiner mutmaßlichen Verbindungen zur politischen Elite könnte dies weitreichende Folgen für die Innenpolitik des Landes sowie für internationale Beziehungen haben. Weitere Ermittlungen sind nötig, um die Funktionsweise dieser Netzwerke zu verstehen und ihren Einfluss auf Gesellschaft und staatliche Institutionen zu bewerten.


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