Kiew liefert Seriennummern aus russischen Raketen und Drohnen an Verbündete.
Analyse westlicher Bauteile in russischen Waffensystemen
Nach Angaben von UATV: Die Ukraine untersucht systematisch ausländische Komponenten, die in russischen Raketen und Drohnen verbaut sind. Dabei übergibt sie den Partnerländern die Seriennummern dieser Teile. In den vergangenen sechs Monaten griff Russland Kiew und die umliegende Region mit 5.700 Angriffen an – hauptsächlich durch Drohnen und verschiedene Raketentypen. Bei diesen Einschlägen wurden rund 35.000 ausländische Bauteile identifiziert.
Hunderte Seriennummern von Komponenten, die von internationalen Firmen hergestellt wurden, hat Kiew bereits an seine Verbündeten weitergegeben. Zu den dokumentierten russischen Angriffen zählen:
- 280 ballistische Raketen
- 340 Marschflugkörper
- 36 Hyperschallraketen des Typs 'Zirkon'
- 5 Raketen des Typs 'Kinschal'
- Eine ballistische Mittelstreckenrakete namens 'Oreschnik'
Besonders auffällig: In den russischen Kamikaze-Drohnen 'Schahid' fanden sich Teile eines niederländischen Herstellers.
Ukrainische Strategie zur Aufdeckung von Lieferketten
Wladyslaw Wlasjuk, ein Vertreter der ukrainischen Behörden, erklärte: 'Unser Ansatz, der bei den Partnern auf Verständnis stößt, ist folgender: Es geht nicht einfach um eine weitere Charge von Bauteilen eines bestimmten Typs, sondern um Komponenten mit konkreten Seriennummern. Wir sagen: Hier sind die Seriennummern – ermittelt und stoppt die Lieferungen.'
Das zeigt, wie intensiv die Ukraine daran arbeitet, die Versorgungswege für diese Teile nach Russland offenzulegen. Laut Erkenntnissen gelangen sie weiterhin aus Ländern wie den USA, Deutschland, Japan, Taiwan, der Schweiz und China ins Land.
'Bis heute, trotz aller Beschränkungen, kommen Komponenten, die 2025 hergestellt wurden, in Russland an', betonte Wlasjuk.
Er fügte hinzu: 'Wir unsererseits tun alles, um zu verhindern, dass die Russen an Produktionsmittel gelangen.' Diese Maßnahmen zeigen einen strategischen Ansatz der Ukraine, um russische Angriffe zu erschweren und die Nutzung westlicher Bauteile in feindlicher Militärtechnik zu unterbinden.
Die Bemühungen Kiews, ausländische Komponenten in russischen Waffensystemen aufzuspüren, könnten weitreichende Folgen für die internationale Kontrolle von Rüstungslieferungen haben. Das Offenlegen von Seriennummern könnte westliche Hersteller zwingen, ihre Exporte nach Russland zu überdenken – was Moskaus militärische Fähigkeiten potenziell schwächen würde. Diese Schritte unterstreichen zudem, wie wichtig grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist, um Aggression zu bekämpfen und die regionale Sicherheit zu stärken.
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