Ukrainisches Gericht verurteilt Ex-Präsident Janukowytsch zu 15 Jahren Haft.
Urteil wegen unrechtmäßigem Landerwerb
Nach Angaben von Novyny.live: Der Oberste Antikorruptionsgerichtshof der Ukraine hat den ehemaligen Staatschef Wiktor Janukowytsch schuldig gesprochen. Das Gericht befand ihn am 20. Januar für schuldig, sich unrechtmäßig 17,5 Hektar Waldland im Wert von über 22 Millionen Hrywnja angeeignet zu haben. Die Strafe dafür beträgt 15 Jahre Freiheitsentzug. Zudem darf er drei Jahre lang keine öffentlichen Ämter auf staatlicher oder kommunaler Ebene bekleiden.
Das Urteil schließt auch die Konfiszierung seines gesamten Vermögens ein. Ein Mittäter wurde dagegen aufgrund von Verjährung straffrei gestellt. Das Urteil wird in 30 Tagen rechtskräftig, sofern keine Berufung eingelegt wird. Bereits im Dezember 2022 war ein anderes Urteil gegen Janukowytsch rechtskräftig geworden. Diese Verfahren zeigen die langwierigen juristischen Aufarbeitungen nach seiner Flucht im Jahr 2014.
Ein Signal im Kampf gegen Korruption
Das Urteil markiert einen bedeutenden Schritt im Kampf der Ukraine gegen Korruption in den höchsten Regierungsebenen. Indem das Gericht einen ehemaligen Präsidenten verurteilt, bekräftigt es die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit und die Verantwortlichkeit für begangene Straftaten – unabhängig von der früheren Position des Täters.
Es wird erwartet, dass dieses Urteil Auswirkungen auf weitere Verfahren gegen andere Amtsträger haben könnte, die in Korruptionsfälle verwickelt sind.
Lesen Sie auch
- US-Test ukrainischer MAGURA-Drohnen: Warum dieser Schritt für die Streitkräfte entscheidend ist
- Krim-Fähre lahmgelegt: Kiew unterbricht Nachschubroute zur Halbinsel
- Ankara bietet erneut Verhandlungsplattform für Kiew und Moskau an
- Mehr als 160 Abkommen und 10 Milliarden Euro: So half Danzig der Ukraine
- Buchhighlights 2026: Ein Streifzug durch Geschichte, Machtpolitik und menschliche Psyche
- Die Krim wird zum Ressourcengrab: Warum die Halbinsel für Russland zur strategischen Belastung wird

