Hybrider Krieg in Armenien: Parteichef enthüllt Strategie zu EU und Russland.
Armenien im hybriden Krieg
Nach Angaben von Espreso.tv: Tigran Chmaljan, Vorsitzender der Europäischen Partei Armeniens, hat erklärt, dass sich das Land in einem Zustand des hybriden Krieges befinde. Gleichzeitig betonte er, dass Armenien weder die Eurasische Wirtschaftsunion (EAEU) noch die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) verlassen werde. Zudem werde man keinen Antrag auf EU-Mitgliedschaft stellen. Der wachsende wirtschaftliche und politische Druck aus Russland bereite jedoch zunehmend Sorge.
Chmaljan räumte ein, dass Armenien tatsächlich in einem hybriden Krieg stecke, hielt aber das Klischee, wonach das kleine, würdige Land gegen das riesige Russland kämpfe, für übertrieben. Die innenpolitische Lage sei alarmierend.
„Derzeit unterscheidet sich Paschinjan kaum von seinen prorussischen Gegnern“, so der Politiker.
Politische Herausforderungen und Euro-Integration
Die Europäische Partei Armeniens hat ein Gesetz zum EU-Beitritt bis 2025 auf den Weg gebracht. Chmaljan stellte jedoch klar, dass Armenien nicht dem Weg Moldaus folge, sondern eher dem Georgiens – was er als „sehr gefährlich und beunruhigend“ bezeichnete. Diese Aussagen verdeutlichen die komplizierte politische Lage und die internationalen Herausforderungen des Landes.
Armenien steht an einem Scheideweg entscheidender politischer Weichenstellungen. Einerseits verschärfen der russische Druck und interne politische Konflikte die Situation, andererseits zeigen die Integrationsinitiativen den Wunsch, die Position auf der Weltbühne zu stärken. Der Verzicht auf eine EU-Mitgliedschaft bei gleichzeitiger Fortsetzung der Zusammenarbeit in der EAEU und OVKS könnte auf ein Bemühen um außenpolitische Balance hindeuten – weckt aber auch Befürchtungen hinsichtlich der Souveränität und Unabhängigkeit Armeniens.
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