Zwölf Jahre Haft für russische Garde-Kommandeure: Gericht verurteilt Angreifer des Atomkraftwerks Saporischschja.
Urteil gegen Offiziere der russischen Garde
Nach Angaben von Espreso.tv: Ein ukrainisches Gericht sprach sechs Kommandeure der russischen Nationalgarde schuldig und verurteilte sie zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe. Ihnen wird vorgeworfen, im März 2022 das Kernkraftwerk Saporischschja eingenommen und unter Beschuss genommen zu haben. Der Angriff in der Nacht vom 3. auf den 4. März richtete sich gezielt gegen die Reaktorblöcke der größten Atomstromanlage Europas. Dabei entstand ein Brand, der kritische Versorgungs- und Kommunikationsleitungen zerstörte. Russische Soldaten hinderten die Feuerwehr daran, das Feuer zu bekämpfen, was die Gefahr eines nuklearen Unfalls drastisch erhöhte.
Das Urteil sendet ein Signal an die internationale Gemeinschaft: Angriffe auf Atomkraftwerke sind nicht tolerierbar. Es zeigt, dass selbst in Kriegszeiten die Regeln des humanitären Völkerrechts gelten.
Sicherheitslage im Kernkraftwerk Saporischschja
Das Kraftwerk steht seit Anfang März 2022 unter russischer Besatzung. Seitdem fiel es immer wieder durch äußere Stromausfälle aus, die den Betrieb gefährdeten. Besonders besorgniserregend waren ein Drohnenangriff auf das externe Strahlungsmesslabor am 4. Mai 2026 und der 17. vollständige Blackout am 3. Juni 2026.
Der Richterspruch schafft einen wichtigen Präzedenzfall im Völkerrecht – er bekräftigt die Pflicht, Atomkraftwerke auch im Krieg zu schützen.
Das Urteil könnte künftige Ermittlungen und Strafverfahren gegen Kriegsverbrecher beeinflussen. Es unterstreicht die dringende Notwendigkeit, kerntechnische Einrichtungen in Konfliktgebieten zu sichern, da jeder Beschuss oder jede Besetzung immense Risiken birgt.
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