Ukrainischer Staat erhält Anteile an Rüstungsbetrieb zugesprochen.
Gericht beschlagnahmt Aktienpaket
Nach Angaben von Novyny.live: Der Oberste Antikorruptionsgerichtshof der Ukraine hat entschieden, dass ein 25-Prozent-Anteil am Aktienkapital des 'Kriukiwsky Waggonbauwerks' dem Staat zufällt. Die Aktien gehörten dem russischen Geschäftsmann Stanislaw Gamsalow. Das Urteil betrifft 28.669.889 Aktien mit einem Nominalwert von 21,5 Millionen Hrywnja. Den Antrag auf Einziehung hatte das ukrainische Justizministerium gestellt.
Hintergrund des strategischen Unternehmens
Das als Aktiengesellschaft geführte Werk befindet sich in Krementschuk in der Oblast Poltawa. Die fraglichen Anteile waren im Jahr 2012 von der österreichischen Firma OW Capital Management erworben worden. Nach Beginn des groß angelegten russischen Angriffskriegs im Februar 2022 wurden sie unter Arrest gestellt. Mehrheitsaktionär des Unternehmens ist weiterhin Wolodymyr Prychodko.
Die Einziehung ist ein bedeutender Schritt im Kampf gegen illegale Vermögenswerte, die mit dem Aggressor in Verbindung stehen. Sie stärkt die wirtschaftliche Souveränität der Ukraine in Kriegszeiten, indem der Staat direkten Einfluss auf einen wichtigen Rüstungsbetrieb erhält. Derartige Urteile unterstreichen die konsequente Arbeit der ukrainischen Justiz, auch in schwierigen Zeiten korrupte Strukturen aufzubrechen und strategische Vermögenswerte zu sichern.
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