Warum die Stromrechnung trotz Blackouts hoch bleibt: YASNO-Chef klärt auf.
Erklärung für hohe Stromkosten trotz ständiger Ausfälle
Nach Angaben von TSN.ua: Viele Ukrainer erhalten derzeit unerwartet hohe Stromrechnungen, obwohl der Strom oft stundenlang ausfällt. Sergej Kowalenko, Generaldirektor des Energieversorgers YASNO, erläutert, dass dies selbst dann passieren kann, wenn es täglich bis zu 12–15 Stunden keinen Strom gibt. Ein Grund dafür ist der staatlich festgelegte Durchschnittspreis von 4,32 Hrywnja pro Kilowattstunde, der die Höhe der Rechnung maßgeblich beeinflusst.
So setzt sich die Stromrechnung zusammen
„Die Stromrechnung ist eine Gleichung mit zwei Komponenten. Die erste ist der staatlich festgelegte, fixe Preis von 4,32 Hrywnja pro Kilowattstunde. Die zweite Komponente ist Ihr tatsächlicher Verbrauch, abgelesen vom Zähler. Wir multiplizieren die Zählerstandszahl mit dem Tarif und erhalten so die Rechnungssumme“, erklärt Sergej Kowalenko.
Laut Kowalenko sollten Verbraucher zur Vermeidung von Abrechnungsfehlern stets ihre tatsächlichen Zählerstände melden. Dies ermögliche eine Korrektur im nächsten Abrechnungszyklus: „Was muss man tun? Man muss die realen Zählerstände übermitteln, dann wird im nächsten Zyklus neu abgerechnet. Das ist eigentlich kein Problem.“
Die Lage der Stromversorgung in der Ukraine bleibt angespannt. So kündigte der Energiekonzern DTEK für den 27. Februar stundenweise Abschaltpläne an, unter anderem für die Stadtteile Chadschibej und Peressyp in Odessa. Zusätzlich sorgt eine Prognose der Nationalbank der Ukraine für Verunsicherung: Sie rechnet für das Jahr 2026 mit einem weiteren Anstieg der Stromtarife.
Vor diesem Hintergrund ist das Phänomen des ‚aufgeschobenen Verbrauchs‘ relevant: Hohe Rechnungen können eine indirekte Folge unvorhersehbarer Versorgungsunterbrechungen sein. Verbrauchern wird geraten, ihre Zählerstände genau im Blick zu behalten und zeitnah zu melden, um unnötige Mehrkosten zu vermeiden. Die Situation erfordert weiterhin aufmerksame Beobachtung und aktive Maßnahmen seitens der Energieunternehmen und staatlichen Stellen.
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