Nach Olympia-Diskvalifikation: Skeleton-Star Vladyslav Heraskevych gründet Hilfsfonds für Hinterbliebene.
Ein persönliches Versprechen wird Realität
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Skeletonfahrer Vladyslav Heraskevych hat trotz seiner eigenen Disqualifikation für die Olympischen Spiele 2026 ein ambitioniertes Hilfsprojekt angekündigt. Er will einen dauerhaften Fonds zur finanziellen Unterstützung der Familien gefallener ukrainischer Sportler ins Leben rufen. Für seine sportlichen Erfolge und sein Engagement für sein Land wurde Heraskevych bereits mit dem ukrainischen Orden der Freiheit ausgezeichnet, den er persönlich vom Staatspräsidenten erhielt.
Der erste Schritt ist eine internationale Spendenkampagne, die er gemeinsam mit der deutschen Initiative "Athletes for Ukraine" organisiert. Heraskevych betonte die Dringlichkeit dieser Hilfe. Auf seinem Helm trug er während Wettkämpfe die Namen von 24 betroffenen Familien – ein symbolischer Akt, der jedoch nur einen kleinen Teil der Realität abbildet. Die tatsächliche Zahl der im Krieg gefallenen Athleten ist weitaus höher, wie er erklärte, und ihre Opfer dürfen nicht vergessen werden.
„Gemeinsam mit einer deutschen Organisation, die Sportler vereint, starten wir eine Spendenaktion. Unser Ziel ist ein dauerhafter Fonds, um den Hinterbliebenen regelmäßig und verlässlich helfen zu können. Auf meinem Helm waren nur 24 Familien, aber in Wahrheit sind es viel mehr. Das müssen wir im Gedächtnis behalten“, so Vladyslav Heraskevych.
Sportler übernehmen gesellschaftliche Verantwortung
Das Projekt zielt nicht allein auf finanzielle Unterstützung ab, sondern will auch das Bewusstsein für die Tragödien schärfen, die den ukrainischen Sport erschüttert haben.
In einer Zeit, in der zahlreiche ukrainische Sportler ihr Leben im Krieg verloren haben, setzt Heraskevych mit dieser Initiative ein starkes Zeichen für soziale Verantwortung im Sport. Seine Pläne könnten ein wichtiger Schritt werden, um die betroffenen Familien langfristig zu unterstützen und ihre Not international sichtbar zu machen. Die Zusammenarbeit mit "Athletes for Ukraine" unterstreicht zudem die Solidarität der globalen Sportgemeinschaft mit der Ukraine.
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