Wasserversorger in Saporischschja fordert Verdopplung der Wasserpreise: Was auf die Bürger zukommt.
Geplante Anpassung der Gebühren für Wasser und Abwasser
Nach Angaben von Novyny.live: Die Leitung des kommunalen Unternehmens 'Wodokanal' in Saporischschja hat einen Vorstoß zur Erhöhung der Tarife für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung angekündigt. Grund dafür sind gestiegene Betriebskosten. Vorgeschlagen wird ein neuer Preis von 69,37 Griwna pro Kubikmeter – das ist mehr als das Doppelte des aktuellen Satzes von 28,37 Griwna pro Kubikmeter. Die Differenz von 41 Griwna soll die gestiegenen Ausgaben decken, insbesondere für Strom, dessen Kosten sich verdoppelt haben.
Finanzielle Schieflage und Reaktionen der Bevölkerung
Seit Anfang 2022 wurden die Preise für Wasser und Abwasser nicht mehr angepasst, während die Ausgaben in dieser Zeit deutlich gestiegen sind. Zum 1. Mai beliefen sich die Außenstände in Saporischschja auf insgesamt 698 Millionen Griwna. Diese Summe setzt sich wie folgt zusammen:
- 573 Millionen Griwna entfallen auf Schulden privater Haushalte;
- 123 Millionen Griwna auf juristische Personen.
Diese Zahlen verdeutlichen die erheblichen finanziellen Schwierigkeiten, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist.
Ruslan Gorjan, Vertreter von 'Wodokanal': 'Die aktuellen Tarife wurden seit Anfang 2022 nicht überprüft, während die Kosten in dieser Zeit erheblich gestiegen sind.'
Dieses Statement unterstreicht die Dringlichkeit einer Tarifänderung angesichts der aktuellen finanziellen Lage. Allerdings stößt die Initiative bei den Einwohnern Saporischschjas nicht durchweg auf Zustimmung. Die Anwohnerin Ljudmyla äußerte ihre Meinung mit den Worten: 'Eine Erhöhung um 41 Griwna ist wirklich sehr viel.'
Angesichts der wachsenden Kosten sieht sich die Führung des KP 'Wodokanal' gezwungen, Wege zur Deckung des Finanzbedarfs zu suchen. Die geplante Tariferhöhung sorgt jedoch für Unmut in der Bevölkerung. Die Bürger von Saporischschja verfolgen die Entwicklung gespannt und hoffen auf einen Kompromiss zwischen der Notwendigkeit, die Kosten zu decken, und der Möglichkeit, die neuen Gebühren zu bezahlen.
Die angestrebte Tariferhöhung in Saporischschja spiegelt einen allgemeinen Trend steigender Kosten im kommunalen Sektor wider, der durch Inflation und Veränderungen der Energiepreise verursacht wird. Die Verschuldung der Bevölkerung zeigt die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die eine Anpassung an die neuen Tarife erschweren könnten. Stadtverwaltung und Unternehmensleitung müssen einen Ausgleich finden zwischen der finanziellen Stabilität der öffentlichen Dienstleistungen und der sozialen Gerechtigkeit für die Einwohner.
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