Förderung für Binnenvertriebene in Wolhynien: Bis zu 65.000 Hrywnja für landwirtschaftlichen Neuanfang.
Finanzspritze für den landwirtschaftlichen Neustart
Nach Angaben von Novyny.live: Die Hilfsorganisation 'Caritas-Spes Ukraine' hat ein Förderprogramm speziell für Binnenvertriebene in der Region Wolhynien aufgelegt. Es richtet sich an Menschen, die aufgrund des Krieges ihre Heimat verlassen mussten und nun in der Landwirtschaft wieder Fuß fassen wollen. Mit Zuschüssen von bis zu 1.500 US-Dollar soll ihnen der Aufbau einer neuen Existenzgrundlage ermöglicht werden.
Im Rahmen der Initiative 'AGRO für Binnenvertriebene in Wolhynien' können Anträge gestellt werden. Die Fördersummen sind je nach Ausrichtung gestaffelt:
- Für den Pflanzenbau sind bis zu 55.000 Hrywnja (etwa 1.240 Dollar) vorgesehen.
- Für die Tierhaltung können bis zu 65.000 Hrywnja (rund 1.470 Dollar) beantragt werden.
Eine vorläufige Registrierung für das Programm ist bereits möglich.
Wer kann die Förderung erhalten?
Parallel dazu läuft die Vorregistrierung für das Programm REMARKET, das sich an Mikro- und Kleinunternehmer richtet. Dort sind Anträge auf Zuschüsse von über 5.400 Dollar noch bis zum 20. März dieses Jahres möglich.
Für das Agrar-Förderprogramm gelten jedoch spezifische Voraussetzungen. Antragsberechtigt sind nur Personen, die:
- als Binnenvertriebene registriert sind,
- bereits Erfahrung in Pflanzenbau oder Tierhaltung vorweisen können,
- ein Familieneinkommen haben, das von landwirtschaftlicher Tätigkeit abhängt,
- Zugang zu einer Fläche zwischen 0,15 und 2 Hektar Land haben,
- in den letzten sechs Monaten keine vergleichbare Unterstützung erhalten haben,
- nicht als Einzelunternehmer registriert sind und
- kein landwirtschaftliches Gewerbe betreiben.
Dieses Programm ist ein wichtiger Baustein, um vertriebenen Landwirten eine Perspektive zu geben und gleichzeitig die lokale Agrarwirtschaft in Wolhynien zu stärken. Gerade in Kriegszeiten ist die Eigenversorgung mit Nahrungsmitteln von großer Bedeutung. Solche Initiativen helfen nicht nur bei der Sicherung der Ernährung, sondern schaffen auch dringend benötigte Einkommensmöglichkeiten für eine besonders vulnerable Gruppe. Sie leisten damit einen Beitrag zur Stabilisierung der Region in einer schwierigen Zeit.
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