Chinesische Maus brachte im Weltraum zur Welt: erster Säugetiernachwuchs nach dem Flug.
Nach Angaben von ТСН: Die Shenzhou-21-Raumfahrtmission aus China ist ein wahrhaftiger wissenschaftlicher Durchbruch in der Biologie: eine der 'Astronauten'-Mäuse brachte neun gesunde Nachkommen zur Welt. Dies ist die erste Bestätigung, dass die kurzfristigen Effekte von Mikrogravitation und Strahlung die Fortpflanzungsfunktionen von Säugetieren nicht stören.
Vier Labormäuse wurden ins All geschickt und kehrten zur Erde zurück, und eine von ihnen wurde Mutter. Dieser wissenschaftliche Fakt, obwohl scheinbar gewöhnlich, könnte unser Verständnis über die Möglichkeiten des Lebens jenseits unseres Planeten erheblich beeinflussen.
Die Mäuse mit den Nummern 6, 98, 154 und 186 wurden auf dem Shenzhou-21-Schiff zu einer orbitalen Station gestartet, die etwa 400 km über der Erde liegt. Zwei Wochen lang wurden die Tiere der Mikrogravitation, der kosmischen Strahlung und einer spezifischen Umgebung ausgesetzt. Am 14. November kehrten sie erfolgreich zurück, und am 10. Dezember brachte eine der Weibchen neun gesunde Nachkommen zur Welt.
Wissenschaftliche Ergebnisse
Wissenschaftler haben bereits Experimente durchgeführt, bei denen die Spermien von Mäusen nach Raumflügen verwendet wurden, um Weibchen auf der Erde zu befruchten.
Infolgedessen überlebten sechs Nachkommen, was ein normaler Indikator ist. Das Weibchen ernährt vollständig seinen Nachwuchs, und die jungen Mäuse zeigen Aktivität und entwickeln sich ohne Abweichungen.
'Der kurzfristige Aufenthalt im Weltraum hatte keine Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit der Mäuse', bemerkt die Forscherin vom Institut für Zoologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, Wang Hongmei.
Das Experiment hatte ein klares wissenschaftliches Ziel und war kein formaler Versuch. Die Mäuse sind genetisch ähnlich wie Menschen, vermehren sich schnell und zeigen physiologische Reaktionen, die den Menschen ähnlich sind. Daher würden ernsthafte Fortpflanzungsprobleme bei Säugetieren wahrscheinlich bei diesen Tieren auftreten.
Herausforderungen der Mission
Die Mission sah sich jedoch einigen Schwierigkeiten gegenüber. Die Änderung des Rückkehrplans für das Shenzhou-20-Schiff drohte, die Mäuse im Orbit zu verzögern und Nahrungsmittelknappheit zu verursachen.
Die Bodenspezialisten schlugen schnell Alternativen für die Fütterung vor, darunter gepresste Kekse, Mais, Haselnüsse und Sojamilch. Nach Labortests wurde Sojamilch als das sicherste Produkt anerkannt. Wasser wurde durch einen externen Anschluss in das Modul geleitet, während Künstliche Intelligenz eingesetzt wurde, um die Aktivität, die Ernährung und den Schlaf der Tiere in Echtzeit zu überwachen, um den Ressourcenverbrauch vorherzusagen.
Die Bedingungen im Orbit wurden sorgfältig angepasst. Die Beleuchtung war auf den Zeitplan der Erde abgestimmt – von 7:00 bis 19:00 Uhr – was die Aufrechterhaltung der zirkadianen Rhythmen förderte. Die Nahrung war ausreichend und dennoch speziell fest, damit die Mäuse ihre Zähne abnutzen konnten. Die Belüftung sorgte für Sauberkeit, indem Fell und Abfall in spezielle Behälter abgeführt wurden.
Zukünftige Forschung
Wissenschaftler werden weiterhin die 'Weltraummaus' überwachen, ihr Wachstum analysieren und mögliche physiologische Veränderungen aufgrund des Einflusses des Weltraums auf die Mutter untersuchen. Die Fortpflanzungsfähigkeit des Nachwuchses wird separat untersucht, um mögliche Auswirkungen auf zukünftige Generationen zu bewerten.
Diese Forschung ist nicht nur für die Biologie von Mäusen wichtig. Vor baldigen menschlichen Flügen zum Mars oder der Etablierung dauerhafter Basen auf dem Mond müssen Wissenschaftler verstehen, ob es wirklich möglich ist, Leben im Weltraum zu reproduzieren.
Können Säugetiere im Zustand reduzierter Schwerkraft empfangen, tragen und Nachwuchs zur Welt bringen? Sind kosmische Strahlen in der Lage, Fortpflanzungszellen zu schädigen, sodass die Auswirkungen sich erst in den nachfolgenden Generationen manifestieren? Ein erfolgreicher Fall von Mäusen mit Nachkommen liefert keine erschöpfenden Antworten, markiert jedoch einen wichtigen Schritt nach vorn.
Interessanterweise bewies frühere Forschung der Universität Kyoto, dass gefrorene Stammzellen von Mäusen ihre Fruchtbarkeit auch nach sechs Monaten auf der Internationalen Raumstation behalten. Nach der Rückkehr zur Erde und der Transplantation der Zellen gebaren die Mäuse gesunde Nachkommen ohne genetische Abweichungen, was auf die Möglichkeit einer langfristigen Erhaltung von Fortpflanzungsmaterial unter Bedingungen von Mikrogravitation und Strahlung hinweist.
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