Die Mona Lisa: Wie viel kostet das berühmteste Gemälde der Welt wirklich?.

Die Mona Lisa: Wie viel kostet das berühmteste Gemälde der Welt wirklich?
Die Mona Lisa: Wie viel kostet das berühmteste Gemälde der Welt wirklich?

Nach Angaben von The Sun: Das kleine Gemälde mit dem riesigen Profil, Mona Lisa, ist ein Statussymbol in der Kunstwelt.

Es zieht jedes Jahr Millionen von Touristen nach Paris, ist ein fester Bestandteil der Popkultur und wirft viele Fragen auf: Wer ist wirklich der Besitzer und wie hoch ist sein Wert?

AFP

Lasst uns diese Fragen klar und ohne Umschweife betrachten.

Wer ist der Besitzer der Mona Lisa?

Kurz gesagt: der französische Staat. Es ist kein Milliardär, kein Museumsförderer und kein geheimer Sammler.

Die Mona Lisa ist Eigentum des französischen Staates und wird im Louvre in Paris aufbewahrt, vertreten durch die Interessen der französischen Republik.

Wie kam es dazu? Leonardo da Vinci brachte das Gemälde in den 1510er Jahren nach Frankreich, und König Franz I. kaufte es nach dem Tod des Künstlers im Jahr 1519.

Was ursprünglich königliches Eigentum war, wurde nach der französischen Revolution nationales Eigentum.

Heute ist das Gemälde nach französischem Erbrecht unveräußert — es kann weder verkauft, noch getauscht noch in eine private Sammlung übertragen werden.

Der Louvre 'besitzt' es nicht im kommerziellen Sinne; das Museum ist ihr Hüter.

Frankreich ist der einzige Eigentümer. Punkt.

Das erklärt auch, warum das Gemälde den Louvre nicht verlässt. Die Mona Lisa reist nicht mehr. Sie befindet sich hinter mehrschichtigem Glas in einem speziell gestalteten klimakontrollierten Container, geschützt wie ein staatlicher Schatz.

Wenn Sie sie sehen möchten, müssen Sie nach Paris reisen. Wichtig zu beachten: sie ist kein Produkt, sondern ein Kulturgut.

Wie viel kostet die Mona Lisa?

Die Mona Lisa hat ihren offiziellen Grundwert: 1962, vor der großen US-Tournee, wurde sie auf eine Versicherungswert von 100 Millionen Dollar geschätzt.

Guinness World Records führt immer noch diese Zahl als die höchste Versicherung auf, die jemals für ein Gemälde abgeschlossen wurde.

Berücksichtigt man die Inflation, wird dieser Betrag heute auf etwa eine Milliarde Dollar geschätzt, abhängig vom Index und dem Jahr der Berechnung.

Schätzungen variieren zwischen etwa 860 Millionen und über 1,1 Milliarden Dollar.

Könnte man sie zu diesem Preis verkaufen?

Wenn sie jemals auf dem freien Markt angeboten würde, würde das alle Auktionsrekorde brechen.

Zum Vergleich: Der höchste offiziell registrierte Preis für ein Gemälde liegt bei 450,3 Millionen Dollar für 'Salvator Mundi', ein Werk, das (streitbar) Leonardo da Vinci zugeschrieben wird.

Die Mona Lisa ist nicht nur ein 'Werk' von Leonardo; es ist das bekannteste Gemälde der Welt.

Ihre Markenstärke ist unvergleichlich und wird diesen Rekord übertreffen.

Aber die traurige Realität ist: Die Mona Lisa ist nicht zu verkaufen, und das macht jede genaue Schätzung hypothetisch.

Da sie ein unveräußertes Meisterwerk des Staates ist, hat ihr Marktwert tatsächlich keine Bedeutung.

Deshalb macht die Diskussion über Versicherungen heute keinen Sinn — das Gemälde verlässt nicht den Louvre, daher sind gewöhnliche touristische Versicherungen nicht erforderlich und staatliche Sammlungen sind faktisch selbstversichert.

Wie betrachten Experten also den Wert in diesem Kontext?

  • Versicherungswert: Diese bürokratische Zahl wird verwendet, um Risiken während der Reisen von Mitarbeitern abzudecken. Für die Mona Lisa bleibt dieser Basiswert von 100 Millionen Dollar aus dem Jahr 1962 ein bekannter Referenzpunkt.
  • Marktwert: Was jemand bereit ist, bei einer Auktion zu zahlen. Für die Mona Lisa ist dies theoretisch — und wahrscheinlich über 1 Milliarde.
  • Kultureller und wirtschaftlicher Wert: Das ist der wahre 'Schlag'. Die magnetische Anziehungskraft des Gemäldes hat eine erhebliche wirtschaftliche Auswirkung für Frankreich und den Louvre, beeinflusst den Tourismus, Sponsoring-Programme und globale Soft Power.

Außerdem gibt es einen beliebten Mythos: Man kann den Wert der Mona Lisa nicht 'berechnen', indem man Materialien und Arbeitskosten von Leonardo addiert.

Diese Logik gilt für Handwerke, nicht für kulturelle Ikonen.

Der Wert des Gemäldes wird durch seine Seltenheit, Urheberschaft, Zustand, wissenschaftliche Forschung, Mythologie (einschließlich des Diebstahls im Jahr 1911) und seine zentrale Rolle in unserer kollektiven Vorstellungskraft bestimmt.

Finanziell betrachtet ist der einzige historische Maßstab der Versicherungswert von 1962 mit 100 Millionen Dollar — ungefähr gleichwertig mit 1 Milliarde Dollar in heutigen Geldwerten.

Realistisch, wenn es irgendwann zum Verkauf angeboten werden sollte (was nicht geschehen wird), erwarten Sie eine Zahl, die die Grenzen des Kunstmarktes neu definieren würde.

Also: der Eigentümer ist Frankreich, mit einem geschätzten Wert von 1 Milliarde auf dem Papier — und tatsächlich unbezahlbar im einzigen Sinne, der Sinn macht.


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