EU führt ab Juli 2026 Pauschalzoll von 3 Euro für Pakete aus der Ukraine ein.

EU führt ab Juli 2026 Pauschalzoll von 3 Euro für Pakete aus der Ukraine ein
EU führt ab Juli 2026 Pauschalzoll von 3 Euro für Pakete aus der Ukraine ein

Was sich bei Zöllen und Steuern für Pakete aus der Ukraine ändert

Nach Angaben von Espreso.tv: Der Rat der Europäischen Union hat im Februar 2026 neue Vorschriften für die Einfuhr kleiner Pakete verabschiedet. Diese treten am 1. Juli 2026 in Kraft und betreffen Sendungen aus der Ukraine. Kern der Reform ist ein fester Zollsatz von 3 Euro, der dann auf viele Pakete erhoben wird.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Für nichtkommerzielle Sendungen aus der Ukraine gilt weiterhin eine Zollfreiheit, allerdings nur bis zu einem Warenwert von 45 Euro. Übersteigt der Wert diese Grenze, wird der Pauschalzoll von 3 Euro fällig. Hinzu kommt die jeweilige Mehrwertsteuer des Empfängerlandes: In Polen beträgt sie 23 Prozent, in Deutschland 19 Prozent. Für Ukrainer, die in Europa leben, wird es dadurch günstiger, kleine Geschenke zu verschicken.

Schätzungsweise 4,4 Millionen Menschen in der Ukraine könnten von den neuen Regelungen profitieren, wenn sie Pakete ins EU-Ausland senden. Allerdings hat die Ukrainische Post (Ukrposhta) eine Einschränkung eingeführt: Ein Absender darf maximal fünf Pakete pro Monat in EU-Länder schicken. Mit dieser Begrenzung sollen Missbrauch und Umgehungen der Zollregeln verhindert werden.

Olha Kalnytska erklärte dazu: 'Der Zoll richtet sich nicht nach dem Wert der Ware, sondern nach der Anzahl der Warenkategorien in einem Paket.'

Diese Regelung beeinflusst die Planung von Sendungen erheblich. Ukrposhta warnt zudem: 'Jedes absichtliche Verschweigen von Informationen kann zu langen Verzögerungen führen.' Die korrekte und vollständige Angabe aller Paketdetails ist daher entscheidend, um Probleme zu vermeiden.

Ein weiterer Schritt zur Vereinfachung ist geplant: Das zentrale Zolldatenzentrum der Europäischen Union soll voraussichtlich im Jahr 2028 seinen Betrieb aufnehmen. Es könnte die Abwicklung und Überwachung von Zollverfahren deutlich effizienter machen. Die aktuellen Änderungen sind Teil der EU-Bemühungen, das Zollrecht zu modernisieren und die Einfuhr von Waren aus der Ukraine zu erleichtern.

Für in Europa lebende Ukrainer eröffnen die neuen Zollregeln einfachere Wege, um kleine Pakete zu verschicken. Dies kann helfen, den Kontakt zu Verwandten und Freunden in der Heimat zu pflegen. Die Beschränkung der Sendungsanzahl zeigt gleichzeitig das Bestreben der Behörden, den Warenverkehr zu kontrollieren und Missbrauch zu unterbinden – ein wichtiger Aspekt in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Ukraine und der EU.


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