Das Verbot von Nikotinbeuteln bedroht das Budget: Verluste können 2 Milliarden UAH erreichen.

Das Verbot von Nikotinbeuteln bedroht das Budget: Verluste können 2 Milliarden UAH erreichen
Das Verbot von Nikotinbeuteln bedroht das Budget: Verluste können 2 Milliarden UAH erreichen

Nach Angaben von ТСН: Der Ökonom Oleksiy Kush kommentierte die Probleme der Verbrauchsteuerregulierung, die das Parlament betrachtet. Seiner Meinung nach muss der Staat in Zeiten des Krieges die Fiskalpolitik überdenken und den Fokus auf profitable Sektoren wie das Glücksspiel- und Finanzgeschäft sowie Tabak- und Alkoholproduzenten legen. Allerdings, so der Experte, trifft die Werchowna Rada Entscheidungen, die das System der Verbrauchsteuern zerstören könnten, indem die Mehrwertsteuer für Unternehmer eingeführt wird.

„Es wird angeblich ein edles Ziel deklariert - die Verringerung des schädlichen Einflusses auf die Gesundheit der Ukrainer. Aber vor dem Hintergrund des freien Verkaufs von Zigaretten wird eine solche künstliche Einschränkung bei Nikotinbeuteln nur dazu führen, dass sich die Verbraucher auf den Schattenmarkt für Beutel umorientieren, wo der Nikotingehalt nicht reguliert ist und Beutel mit einer Dosierung von 150-200 mg zirkulieren, was zehnmal mehr ist als auf dem legalen Markt“, betonte Kush.

Der Experte wies auch auf die Gefahr eines Anstiegs der Verfügbarkeit illegaler Beutel für Jugendliche hin.

„Der Schwarzmarkt bedeutet unkontrollierten Zugang zu diesen Produkten für Kinder und Jugendliche, die ebenfalls Zugang zu den ‚verbotenen‘ E-Zigaretten erhalten haben, wie die Kantar-Studie zeigt. Darüber hinaus bedeutet dies einen Wechsel der Verbraucher von Beuteln zu Zigaretten, die erheblich gesundheitsschädlicher sind“, fügte er hinzu.

Kush schließt nicht aus, dass solche regulatorischen Entscheidungen den Interessen großer Zigarettenhersteller dienen könnten. Laut dem Budgetgutachten für den Gesetzesentwurf Nr. 14110-D könnten die direkten Verluste des Budgets etwa 0,8 Milliarden UAH pro Jahr betragen (preisen von 2025).

Die Prognosen der Unternehmen deuten darauf hin, dass das Gesamtvolumen der Verluste im Jahr 2026 1,5 Milliarden UAH betragen könnte, und in den Folgejahren mindestens 2 Milliarden UAH pro Jahr.

Der Experte warnt, dass der Staat in dieser Situation droht, legale Steuereinnahmen zu verlieren und gezwungen sein wird, dies durch zusätzlichen fiskalischen Druck auf die Unternehmer auszugleichen, was in Kriegszeiten eine fragwürdige Strategie ist.

„Das ist dasselbe, als würde man versuchen, Alkoholismus zu bekämpfen, indem man Eingrad-Schnaps einführt“, fasste Kush zusammen.

Die Situation mit der Verbrauchsteuerregulierung bleibt komplex und voller Risiken für den Staat und die Verbraucher. Politische Entscheidungen, die heute getroffen werden, können die Wirtschaft und die Steuermodelle in der Ukraine erheblich beeinflussen. Experten fordern einen offenen Dialog zwischen der Regierung und der Wirtschaft, um gerechte Lösungen in dieser schwierigen Situation zu finden.


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