Warum taktische Erfolge im Abnutzungskrieg nicht den Sieg bedeuten: Eine Analyse von General Saluschnyj.
Der Stand des Krieges gegen Russland
Nach Angaben von Espreso.tv: In einem Gastbeitrag für Interfax-Ukraine hat General Walerij Saluschnyj die Natur des Konflikts mit Russland als einen Abnutzungskrieg beschrieben. Er stellte klar, dass selbst kleinere Erfolge an der Front nicht mit einem baldigen Ende des Krieges verwechselt werden dürfen. Die Ukraine sei weiterhin auf internationale Hilfe angewiesen und müsse sich zugleich internen Herausforderungen stellen.
Ende 2023 befand sich die Front laut Saluschnyj in einer Sackgasse. Jedes taktische Ziel werde nur unter enormen Verlusten erreicht.
„Es ist schlichtweg unvernünftig zu glauben, dass politische Ziele oder ein Kriegssieg allein durch taktische Manöver auf dem Schlachtfeld oder sogar durch effektive Angriffe auf die Logistik und kritische Infrastruktur erreicht werden können.“ - Walerij Saluschnyj
Die Notwendigkeit internationaler Unterstützung
Der General betonte, dass selbst das Halten der aktuellen Pattsituation nicht nur enorme finanzielle Mittel, sondern auch ausreichend Personal erfordere.
„Gleichzeitig erfordert selbst das Aufrechterhalten der derzeitigen Pattsituation nicht nur erhebliche finanzielle Mittel, sondern auch Personal.“ - Walerij SaluschnyjEr wies darauf hin, dass Russland die Ukraine militärisch nicht einmal theoretisch vollständig besetzen könne, während die Ukraine ihrerseits die besetzten Gebiete derzeit nicht mit militärischen Mitteln befreien könne.
Um den Kriegsverlauf zu bewerten, müsse man den Umfang der internationalen Unterstützung heranziehen. „Ob die Ukraine gewinnt und Russland verliert, lässt sich daran messen, wie stark die internationale Hilfe ausfällt“, erklärte Saluschnyj. Diese Aussage unterstreicht, wie sehr die Ukraine in dem anhaltenden Krieg auf externe Hilfe angewiesen ist.
Die Stellungnahme des Generals verdeutlicht die kritische Lage an der Front und die Dringlichkeit, die internationale Unterstützung fortzusetzen. Angesichts der Stagnation auf dem Schlachtfeld könnte ausländische Hilfe zum entscheidenden Faktor werden, um politische Ziele zu erreichen und die territoriale Integrität wiederherzustellen. Die Situation erfordert nicht nur militärische Anstrengungen, sondern auch beträchtliche finanzielle und personelle Ressourcen, was die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs mit internationalen Partnern unterstreicht.
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