Valerij Saluschnyj: Der Kampf um die Zukunft – Warum die Verfassung mehr als nur ein Dokument ist.

Valerij Saluschnyj: Der Kampf um die Zukunft – Warum die Verfassung mehr als nur ein Dokument ist
Valerij Saluschnyj: Der Kampf um die Zukunft – Warum die Verfassung mehr als nur ein Dokument ist

Verteidigung der Verfassung als zentrale Aufgabe

Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische General Valerij Saluschnyj hat in einer aktuellen Stellungnahme die Bedeutung des Schutzes der ukrainischen Verfassung und der Bürgerrechte hervorgehoben. Dabei zieht er einen weiten historischen Bogen und vergleicht den heutigen Widerstand der Ukraine mit den Kämpfen anderer Nationen. Im Kern geht es ihm um unveräußerliche Grundrechte: das Recht, auf Ukrainisch zu lernen, die Regierung zu wählen und kritische Fragen stellen zu dürfen. Diese Rechte, so Saluschnyj, seien das Fundament einer modernen Gesellschaft.

Ein besonderes Augenmerk legt er auf die historischen Wurzeln der ukrainischen Verfassungstradition. So erinnert er an Pylyp Orlyk, der bereits 1710 eine erste Verfassung schuf – ein Meilenstein für die Rechtsstaatlichkeit. Doch, so zitiert ihn der Text:

„Es reicht nicht, eine Verfassung zu schreiben oder sie mehrfach zu ändern. Man muss sie verteidigen. Und um sie zu verteidigen, braucht man Stärke.“
Dieser Satz verdeutlicht, dass rechtliche Grundlagen ohne den Willen und die Fähigkeit, sie zu schützen, wertlos bleiben.

Die Frontlinie der Zukunft und neue Herausforderungen

Saluschnyj macht deutlich, dass die heutige Schlacht nicht nur an der physischen Front tobt, sondern auch zwischen zwei grundlegend unterschiedlichen Vorstellungen von der Zukunft.

„Der heutige Kampf des ukrainischen Volkes gilt dem Recht unserer Kinder, auf Ukrainisch zu lernen, dem Recht der Bürger, ihre Regierung zu wählen, und dem Recht der Journalisten, unbequeme Fragen zu stellen“
, betont er. Diese Worte unterstreichen, dass der Krieg auch ein Ringen um Werte und die Gestaltung der Gesellschaft ist.

In einem strategischen Artikel, den er im Juli 2025 veröffentlichte, geht Saluschnyj zudem auf die sich wandelnden Gegebenheiten des Krieges ein. Er stellt fest, dass „günstige Massenwaffen die Regeln der Kriegsführung verändern und der Schutz des ukrainischen Soldaten zur zentralen Aufgabe wird“. Diese Aussage verdeutlicht, wie technologische Entwicklungen die Militärstrategie beeinflussen und neue Prioritäten setzen. Der Schutz der Soldaten rückt damit in den Mittelpunkt der Verteidigungsbemühungen.

Die Aussagen von Valerij Saluschnyj unterstreichen die Dringlichkeit, die grundlegenden Rechte und Freiheiten der Ukrainer in der aktuellen, äußerst schwierigen Lage zu bewahren. Indem er historische Parallelen aufzeigt, erinnert der General daran, dass es nicht ausreicht, Rechtsnormen zu schaffen – sie müssen in der Gegenwart auch wirklich durchgesetzt werden. Diese Fragen gewinnen umso mehr an Bedeutung, da neue Technologien und veränderte Bedrohungen die Kriegsführung grundlegend wandeln.


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