Ein Bergsteiger wird wegen des Todes seiner Partnerin am Großglockner vor Gericht gestellt: Einzelheiten des Falls.

Ein Bergsteiger wird wegen des Todes seiner Partnerin am Großglockner vor Gericht gestellt: Einzelheiten des Falls
Ein Bergsteiger wird wegen des Todes seiner Partnerin am Großglockner vor Gericht gestellt: Einzelheiten des Falls

Nach Angaben von ТСН: Die Staatsanwaltschaft Österreichs hat die Ermittlungen im Fall des Todes einer 33-jährigen Touristin abgeschlossen, die bei einem Winteraufstieg am Großglockner aufgrund von Unterkühlung starb. Ihr Partner, ein erfahrener Bergsteiger, wird verdächtigt, wegen grober Fahrlässigkeit unbeabsichtigte Tötung begangen zu haben, da er die Frau unter extremen Bedingungen alleine gelassen hat.

Die Ermittlungen ergaben, dass das Paar im Januar den Aufstieg auf den höchsten Gipfel Österreichs, der über 3.790 Meter hoch ist, unternahm. Laut den Ermittlern stoppte die Frau wenige Dutzend Meter vor dem Gipfel und konnte sich nicht mehr bewegen. Ungefähr um 2 Uhr nachts ging der Mann Hilfe holen und ließ sie bei Frost ohne Schutz zurück. Aufgrund der Kälte und der langen Zeit ohne Schutz starb die Touristin.

Die Rolle des verantwortlichen Guides

Die Staatsanwälte betonen, dass, angesichts der deutlich größeren Erfahrung des Mannes in Hochgebirgstouren, er der verantwortliche Guide sein sollte und die Frau mit der notwendigen Ausrüstung und Unterstützung versorgen musste. Experten weisen auf mehrere kritische Fehler hin, darunter: Verspätung beim Start der Route, fehlende geeignete Notfallausrüstung, die Verwendung von suboptimaler Ausrüstung durch die Frau und verspätete Hilfeersuchen.

Beweise und Anklage

Informationen von Handys, Sportuhren, Fotos und Videomaterialien bestätigen, dass der Mann kein Notsignal gegeben hat, als ein Polizeihubschrauber über ihnen flog, und nicht rechtzeitig zu der Frau zurückkehrte, als sich die Wetterbedingungen verschlechterten. Erst um 3:30 Uhr kontaktierte er die Rettungsdienste. Als die Suchgruppe die Touristin nach 10 Uhr morgens erreichte, war sie bereits tot.

Dem Mann drohen bis zu drei Jahre Gefängnis, und der Prozess ist für Februar angesetzt. Der Anwalt des Verdächtigen behauptet, die Tragödie sei das Resultat eines fatalen Zusammentreffens von Umständen und betont, dass sein Mandant „aufrichtig bedauert, was passiert ist“.

Diese Tragödie unterstreicht die Bedeutung der Sicherheit bei Bergtouren, wo selbst kleine Fehler fatale Folgen haben können. Die Ermittlungen zu diesem Fall werden weiterhin Diskussionen in der Gesellschaft über die Pflichten von Bergsteigern und Verantwortlichkeit unter gefährlichen Bedingungen auslösen.


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