Drei Firmen zahlten die Kaution für Ex-Minister Galuschtschenko – wer steckt dahinter?.
Festnahme von Herman Galuschtschenko
Nach Angaben von Espreso.tv: Im Februar 2026 wurde der ehemalige ukrainische Energieminister Herman Galuschtschenko bei einem Fluchtversuch aus dem Land festgenommen. Dies geschah im Rahmen von Ermittlungen zu korrupten Machenschaften. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, über fünf Jahre hinweg Schmiergelder in Höhe von bis zu 12 Millionen US-Dollar aus einem als „Schlagbaum“ bekannten System erhalten zu haben.
Das Gericht setzte die Kaution für Galuschtschenko auf 200 Millionen Griwna fest. Drei private Unternehmen brachten fast zwei Drittel der vom Gericht geforderten 150 Millionen Griwna auf. Im Einzelnen sind dies:
- die Firma „Tetras Optima“, registriert in der Oblast Charkiw, die 54 Millionen Griwna zahlte. Eigentümerin ist Tetjana Linnikowa;
- das Unternehmen „Giran Konstrakt“, 2024 gegründet und in Browary registriert, steuerte 46 Millionen Griwna bei;
- die Firma „Skyt Retail“, 2021 in Charkiw gegründet, leistete einen Beitrag von 5 Millionen Griwna.
Korruptionssystem und öffentliche Empörung
Die Ausbildungskosten für Galuschtschenkos Sohn am College belaufen sich auf bis zu 200.000 US-Dollar pro Jahr. Der Ex-Minister behauptet, dass ein „geheimer Pate“ des Sohnes, der unter Sanktionen stehende Geschäftsmann Wiktor Artemow, dafür aufgekommen sei. In den Ermittlungen taucht zudem Galuschtschenkos Deckname „Professor“ auf, der in den sogenannten „Minditsch-Bändern“ erwähnt wird – so das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU).
Als Drahtzieher des Korruptionssystems gelten Timur Minditsch und Oleksandr Zukerman. Der Fall hat in der Öffentlichkeit für große Empörung gesorgt und verdeutlicht die anhaltenden Korruptionsprobleme in der Ukraine.
Die Festnahme von Herman Galuschtschenko markiert einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Korruption in der Ukraine, die weiterhin eine ernste Herausforderung für das Land darstellt. Sie unterstreicht auch die Notwendigkeit von Transparenz und Rechenschaftspflicht unter hochrangigen Beamten, insbesondere in Zeiten der Wirtschaftskrise. Die Gesellschaft wartet gespannt auf weitere Ermittlungen und die Ergebnisse der Gerichtsverfahren, die das Vertrauen in die staatlichen Institutionen beeinflussen könnten.
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