Ukrainische EU-Beitrittsdelegation neu aufgestellt: Taras Katschka führt Verhandlungen.
Neubesetzung des ukrainischen Verhandlungsteams für EU-Beiträttsgespräche
Nach Angaben von Novyny.live: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Delegation für die EU-Beitrittsverhandlungen neu zusammengesetzt. Zum neuen Chefunterhändler ernannte er den stellvertretenden Ministerpräsidenten Taras Katschka. Die Entscheidung wurde durch ein Präsidentendekret vom 24. Februar 2023 rechtskräftig. Diese personelle Weichenstellung unterstreicht die strategische Bedeutung der Beitrittsgespräche für die Ukraine.
Im neuen Team, das Selenskyj bestätigte, ist Olga Stefanishyna nicht mehr vertreten. Taras Katschka, geboren 1979 in der Region Kirowohrad, bringt umfangreiche Erfahrungen in Wirtschaft und internationalen Beziehungen mit. Er studierte an der Internationalen Wissenschaftlich-Technischen Universität und der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew. Seit 2011 leitete Katschka die Abteilung für internationale Wirtschaftsbeziehungen im Landwirtschaftsministerium, bevor er 2019 zum stellvertretenden Wirtschaftsminister der Ukraine ernannt wurde. Im Juli 2025 übernahm er das Amt des Vizepremierministers für europäische und euroatlantische Integration.
Die Mitglieder des neuen Verhandlungsteams
Neben dem Chefunterhändler gehören weitere Schlüsselfiguren zur Delegation:
- Taras Wyssozkyj – stellvertretender Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft der Ukraine
- Serhij Derkatsch – stellvertretender Minister für Gemeinde- und Territorialentwicklung der Ukraine
- Witalij Kindratiww – stellvertretender Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft der Ukraine
- Marija Martschenko – stellvertretende Generaldirektorin der Direktion für europäische und euroatlantische Integration im Büro des Präsidenten der Ukraine
- Serhij Nikolaitschuk – erster stellvertretender Vorsitzender der Nationalbank der Ukraine (mit Zustimmung)
Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass
'die Arbeit an den Details zur Festlegung eines klaren Datums für den EU-Beitritt der Ukraine begonnen hat'.Allerdings betonte Ursula von der Leyen, dass
'es derzeit nicht möglich sei, über ein konkretes Datum für den EU-Beitritt der Ukraine zu sprechen'.Dies zeigt, dass die Frage des Beitritts trotz aktiver Verhandlungsarbeit weiterhin offen ist und weiterer Abstimmung bedarf. Der Weg in die EU bleibt ein komplexer Prozess mit vielen zu erfüllenden Kriterien.
Die personellen Änderungen im ukrainischen Verhandlungsteam spiegeln die Prioritäten und die Strategie des Landes im Kontext der europäischen Integration wider. Die Ernennung von Taras Katschka zum Chefunterhändler könnte auf die Absicht der ukrainischen Führung hindeuten, die Eurointegrationsprozesse zu beschleunigen. Gleichzeitig macht die Aussage von Ursula von der Leyen deutlich, dass die Verwirklichung dieses Ziels trotz des Dialogs und der ukrainischen Anstrengungen von vielen Faktoren abhängt, die detailliert geprüft und mit den EU-Mitgliedstaaten abgestimmt werden müssen.
Lesen Sie auch
- Deutschland, Frankreich und Großbritannien planen Gespräche mit Moskau: Selenskyj signalisiert Verhandlungsbereitschaft
- Gedenktag in der Ukraine: 791 Kinder durch russische Aggression getötet
- Selenskyj signalisiert Gesprächsbereitschaft mit Putin: Reaktionen aus Washington
- Russlands Haushaltsloch wächst auf 6 Billionen Rubel – Wirtschaft vor dem Zusammenbruch
- Neue Signale aus Kiew: Selenskyj zeigt sich offen für direkte Gespräche mit Putin
- Gespräch zwischen Selenskyj und Norwegens Premier: Neue Luftabwehr-Lieferungen für die Ukraine

