Selenskyj bestätigt Angriffe auf russische Nachschubwege: Ziele hunderte Kilometer hinter der Front.
Die Folgen der ukrainischen Angriffe auf russische Versorgungsinfrastruktur
Nach Angaben von UATV: Am 18. Juli 2023 gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Ergebnisse von Angriffen auf logistische Einrichtungen in Russland und auf vorübergehend besetzten Gebieten bekannt. Die Schläge erfolgten in den Regionen Moskau und Tambow, die mehr als 500 Kilometer beziehungsweise rund 700 Kilometer von der Frontlinie entfernt liegen. Die angegriffenen Objekte dienten der Versorgung mit sanktionierten Bauteilen für die Drohnenproduktion und Navigationsausrüstung. Diese Angriffe zielen darauf ab, die russische Rüstungslogistik empfindlich zu stören.
Selenskyj betonte, dass bei diesen Operationen zwei bedeutende Logistikeinrichtungen getroffen wurden. Zudem wurde ein Ölziel angegriffen. Während der Attacken brach ein Feuer auf einem Tanklager in Noginsk in der Region Moskau aus, das über 24 Tanks mit einem Gesamtvolumen von 11.500 Kubikmetern verfügt. Darüber hinaus fanden Angriffe in den Gewässern des Asowschen und Schwarzen Meeres sowie auf der vorübergehend besetzten Krim statt.
„Als Antwort auf die russischen Angriffe auf unsere zivile Infrastruktur, auf unsere Städte und Gemeinden, wurden zwei bedeutende Logistikeinrichtungen getroffen“, unterstrich Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Diese Aktionen belegen die wachsende Fähigkeit der ukrainischen Streitkräfte, Operationen weit hinter der Frontlinie durchzuführen, was die Versorgung und Logistik der russischen Truppen erheblich beeinträchtigen kann. Gleichzeitig verdeutlichen sie die Eskalation des Konflikts mit gegenseitigen Schlägen auf kritische Infrastruktur, was die Spannungen zwischen der Ukraine und Russland weiter verschärfen könnte.
Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist zudem der Versuch, Russlands Abhängigkeit von externen Lieferanten für militärische Zwecke zu reduzieren.
Lesen Sie auch
- Ukrainischer Geheimdienst zerstört russischen Langstreckenbomber Tu-95 auf Militärbasis
- Selenskyj behält Syrskyj im Amt: Wer folgt auf Jermak?
- Tusk begrüßt Selenskyjs Entscheidung zur Freigabe von Geheimdienst- und Sicherheitsarchiven
- Neue Wege in den polnisch-ukrainischen Beziehungen: Selenskyj kündigt konkrete Maßnahmen an
- Selenskyj bricht sein eigenes Versprechen: Wie der Präsident die Verfassungsordnung untergrub
- Neue Führung bei der SBU: Selenskyj ernennt Übergangschef

