Selenskyj über Kompromisse mit Russland: Ohne Druck der Partner geht es nicht.
Nach Angaben von ТСН: Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj äußerte seine Position zu den Signalen der Bereitschaft Russlands zu einem Kompromiss und betonte, dass dafür Druck von Seiten der Partner erforderlich sei. Er bestätigte auch, dass es aufgrund der Erweiterung der Tagesordnung Änderungen in der ukrainischen Verhandlungsmannschaft gegeben habe.
Diese Details nannte der Präsident während der Online-Fragen der Journalisten.
Mit dem Erscheinen von Chart Kushner im amerikanischen Team und der Hinzufügung einer wirtschaftlichen Komponente zu den Verhandlungen wurde die ukrainische Verhandlungsgruppe erweitert.
„Einige Gruppen aus dem wirtschaftlichen Sektor haben sich uns angeschlossen, darunter Vertreter des Wirtschaftsministeriums und der Premierminister der Ukraine. Sie sind Teil der Verhandlungsgruppe geworden,“ – bemerkte der Präsident.
Tagesordnung der Verhandlungen
Die Tagesordnung umfasst:
Ein Rahmenplan mit 20 Punkten.
Wiederaufbau der Ukraine (wirtschaftlicher Plan).
Sicherheitsgarantien nach dem Ende des Krieges und dem Waffenstillstand.
Hinsichtlich der sicherheitspolitischen Komponente haben sich auch Vertreter der Entwicklungsabteilung und Stabschef Andrij Ihnatow den Verhandlungen angeschlossen.
Der Präsident wies darauf hin, dass derzeit kein direkter Dialog mit der russischen Seite stattfindet. Mit der amerikanischen Seite spricht Selenskyj über russische „Signale, Äußerungen, Schritte, Bereitschaft oder Unbereitschaft“.
Darüber hinaus diskutiert die Ukraine mit den USA nicht nur über bilaterale Beziehungen und Sicherheitsgarantien, sondern auch über die Reaktion auf russische Signale.
„Was Kompromisse mit der russischen Seite betrifft: In jedem Fall, wenn Amerika Druck ausübt, wenn die Partner Druck ausüben, und wenn Amerika diesen Krieg beenden will, so wie sie es heute auf hoher Ebene demonstrieren, glaube ich, dass Russland zum Kompromiss bereit sein muss,“
fasste Wolodymyr Selenskyj zusammen.
Der Präsident erklärte auch, welche Bedingungen und Perspektiven in zukünftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Kontext von Friedensverhandlungen bestehen könnten. Er stellte fest, dass einer der anfänglichen Prioritäten des Landes der NATO-Beitritt war, jedoch zu diesem Zeitpunkt keine volle Unterstützung seitens der Verbündeten vorhanden war.
Derzeit werden bilaterale Sicherheitsgarantien zwischen der Ukraine und den USA diskutiert, die den Bestimmungen des Artikels 5 ähneln, sowie Garantien von europäischen Partnern, Kanada und Japan. Laut dem Präsidenten sollen diese Garantien die Ukraine vor wiederholter russischer Aggression schützen und sind bereits heute ein gewisser Kompromiss seitens der ukrainischen Seite.
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