Zelenskyj fordert europäische Stellungnahme nach Festnahme ukrainischer Staatsbürger in Budapest.
Festnahme durch ungarische Behörden
Nach Angaben von Novyny.live: Am 5. März 2023 nahmen ungarische Strafverfolgungsbehörden in Budapest Mitarbeiter der ukrainischen 'Oschadbank' fest. Die Aktion erfolgte vor dem Hintergrund einer Äußerung des ungarischen Außenministers Péter Szijjártó, der eine mögliche Verbindung der Festgenommenen zur sogenannten 'ukrainischen Kriegsmafia' andeutete. Die zugehörigen Geldtransporter wurden auf dem Gelände des ungarischen Antiterrorzentrums vorgefunden. Dieser Vorfall fällt in eine Phase angespannter bilateraler Beziehungen, die seit Kriegsbeginn von wiederholten diplomatischen Spannungen geprägt sind.
Die Nationalpolizei der Ukraine reagierte mit der Einleitung eigener Ermittlungsverfahren. Ungarn verweigerte jedoch ukrainischen Diplomaten den Zugang zu den Inhaftierten, was Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens nährte. Die ukrainischen Staatsbürger waren 28 Stunden lang in Handschellen gefangen.
Freilassung und ukrainische Reaktion
Nach ihrer Freilassung am 6. März 2023 forderte die Ukraine Ungarn auf, etwaig beschlagnahmte Geldmittel und Bankmetalle zurückzugeben. Präsident Wolodymyr Zelenskyj kommentierte den Fall mit deutlichen Worten an die Adresse Europas:
„Von Europa wird heute eines erwartet: nicht zu schweigen.“ - Wolodymyr Zelenskyj
Der Vorfall unterstreicht die angespannten Beziehungen zwischen den Nachbarstaaten, insbesondere in Fragen der Sicherheit und Menschenrechte. Die Festnahme ohne diplomatischen Beistand löste nicht nur in der Ukraine, sondern auch bei internationalen Beobachtern Empörung aus und könnte die bilateralen Beziehungen weiter belasten.
Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf solche Vorfälle bleibt von großer Bedeutung, da die Region vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen mit neuen Herausforderungen konfrontiert ist.
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