EU-Spitzenpolitiker in Kiew: 90 Milliarden Euro, neue Russland-Sanktionen und Sicherheitsgarantien.
Ukrainischer Präsident empfängt EU-Führungsspitze
Nach Angaben von UATV: Am 24. Februar 2023, dem vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine, kam es in Kiew zu einem bedeutenden Spitzentreffen. Präsident Wolodymyr Selenskyj beriet mit hochrangigen Vertretern der Europäischen Union über neue Sanktionen gegen Russland, ein Hilfspaket in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine sowie über Luftabwehr und Energiesicherheit. Das Treffen unterstrich die ungebrochene Solidarität Europas in einer kritischen Phase des Krieges.
Im Zentrum der Gespräche stand der geplante 20. Sanktionspaket der EU gegen Russland. Selenskyj betonte, dass dabei auch rechtliche Änderungen erörtert wurden, um russische Öltanker aufhalten und deren Ladung beschlagnahmen zu können.
„Wir haben Änderungen an der EU-Gesetzgebung besprochen, die es ermöglichen werden, russische Tanker aufzuhalten und das von ihnen transportierte Öl zu konfiszieren.“ – Wolodymyr Selenskyj
Ein weiteres Schlüsselthema war der EU-Beitritt der Ukraine. Selenskyj äußerte die Hoffnung, dass sein Land bis 2027 Mitglied der Europäischen Union werden könnte, und verwies auf die besondere Bedeutung dieses Zeitrahmens.
„Man muss besprechen, dass das Jahr 2027 außerordentlich wichtig ist. Ich hoffe, dass es uns gelingen wird, der Europäischen Union beizutreten und Putin uns nicht Jahrzehnte blockieren wird.“ – Wolodymyr Selenskyj
Diese europäischen Staats- und Regierungschefs waren in Kiew
Zu dem Treffen in der ukrainischen Hauptstadt reisten Führungspersönlichkeiten aus neun europäischen Nationen an. Anwesend waren Delegationen aus:
- Dänemark
- Estland
- Finnland
- Island
- Lettland
- Litauen
- Norwegen
- Schweden
- Kroatien
Das Zusammentreffen markierte einen wichtigen Schritt zur Vertiefung der ukrainisch-europäischen Beziehungen und zur Koordinierung weiterer Maßnahmen als Antwort auf den russischen Angriffskrieg.
Das Gipfeltreffen sendet ein starkes Signal der Einigkeit und verdeutlicht das europäische Engagement für die ukrainische Souveränität. Die Diskussionen über konkrete finanzielle Unterstützung und verschärfte Sanktionen zeigen den Willen, die Ukraine langfristig zu stützen. Das angestrebte Beitrittsziel bis 2027 unterstreicht zudem den Wunsch Kiews nach einer festen Verankerung in den europäischen Strukturen, was die geopolitischen Perspektiven der Region nachhaltig prägen könnte.
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