Lettlands Premier fordert härtere Russland-Sanktionen: Steht die EU vor einem 21. Maßnahmenpaket?.
Neue Sanktionen gefordert
Nach Angaben von Espreso.tv: Der lettische Ministerpräsident Kulbergs hat die EU aufgefordert, weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Er betonte, dass Verzögerungen bei den Beschränkungen die Lage im Ukraine-Krieg verschlechtern. Lettland selbst hat bereits Maßnahmen ergriffen, um seine kritische Infrastruktur besser zu schützen – als Reaktion auf russische Bedrohungen. Zudem wandte sich der Premier an die NATO mit der Bitte, die militärische Präsenz in der Region zu verstärken.
Hintergrund: Die Europäische Kommission legte das 21. Sanktionspaket bereits am 9. Juni vor. Es sieht Beschränkungen für rund 250 natürliche und juristische Personen vor. Ein wichtiger Punkt: Das Einreiseverbot in die EU gilt seit Kriegsbeginn für alle Angehörigen der russischen Streitkräfte. Allerdings konnten die EU-Botschafter das Paket am 15. Juli nicht verabschieden – einen Tag später blockierte Griechenland die Zustimmung wegen der Reederei Dynagas.
Gefahren und Schutzmaßnahmen
Kulbergs stellte eine grundsätzliche Frage an die europäischen Staaten:
„Einige Länder in Europa verdienen viel Geld damit. Die Frage ist: Wollt ihr Geld verdienen oder Frieden erreichen? Beides gleichzeitig ist nicht möglich.“ – Kulbergs
Der Regierungschef wies auch auf Warnungen westlicher Geheimdienste hin. Diese sehen ein erhöhtes Risiko für russische Provokationen und mögliche Angriffe auf die Infrastruktur der baltischen Staaten.
Angesichts dieser Bedrohungen hat Lettland den Schutz wichtiger Einrichtungen verstärkt. Dazu zählen:
- Das unterirdische Gasspeicher Inčukalns
- Das Wasserkraftwerk an der Daugava
Diese Maßnahmen dienen der Sicherheit des Landes angesichts wachsender Gefahren aus Russland.
Die Forderungen des lettischen Premiers nach neuen Russland-Sanktionen unterstreichen, wie wichtig Einigkeit unter den EU-Staaten im Kampf gegen die Aggression ist. Die verstärkte Bewachung kritischer Objekte zeigt, dass Lettland die regionale Sicherheit ernst nimmt – besonders vor dem Hintergrund russischer Drohungen. Die weiteren Diskussionen über Sanktionen und die NATO-Präsenz im Baltikum könnten den Kriegsverlauf in der Ukraine und die Stabilität in Europa maßgeblich beeinflussen.
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