Zelenskyj rechnet in Davos mit Europa ab – und zieht Trump-Vergleich.
Schärfste Kritik des ukrainischen Präsidenten
Nach Angaben von TSN.ua: Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Zelenskyj Europa scharf für seine unzureichende Unterstützung im Krieg gegen Russland kritisiert. In seiner Rede zog er dabei eine direkte Parallele zur Politik der Ära des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Zelenskyj forderte die Europäer eindringlich auf, sich besser zu verteidigen und betonte die Notwendigkeit entschlossenerer Maßnahmen in der Verteidigungs- und Sanktionspolitik gegenüber Moskau.
Der ukrainische Präsident machte in seiner Ansprache deutlich:
Man kann eine neue Weltordnung nicht nur mit Worten aufbauen.Er äußerte tiefe Besorgnis über die aus seiner Sicht unverändert mangelhafte Hilfe für die Ukraine seit Februar 2022 und stellte fest:
Ein Jahr ist vergangen – und nichts hat sich geändert.Zelenskyj erinnerte Europa zudem an die vor der Invasion von Wladimir Putin gemachten Zusagen für eine NATO- und EU-Mitgliedschaft der Ukraine, die bis heute nicht eingelöst worden seien.
Appell an europäische Entschlossenheit
In seiner deutlichen Kritik appellierte Zelenskyj an Europa, endlich entschlossener zu handeln. Dies sei nicht nur für die Sicherheit der Ukraine, sondern für die Stabilität der gesamten europäischen Politik von entscheidender Bedeutung.
Die Äußerungen in Davos spiegeln die wachsende Sorge Kiews über das Tempo und das Ausmaß der Unterstützung durch seine westlichen Verbündeten wider. Angesichts der anhaltenden russischen Aggression wird die Frage nach der Wirksamkeit des Schutzes der ukrainischen Souveränität immer dringlicher. Die Einlösung der Mitgliedschaftsversprechen an die Ukraine würde die Sicherheitsarchitektur Europas nachhaltig verändern und die Strategie der NATO-Länder maßgeblich beeinflussen.
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