Iran beliefert Russland weiter: Selenskyj enthüllt geheime Drohnen-Deals und Produktionslizenzen.
Teherans Rolle im Ukraine-Krieg: Tausende Kampfdrohnen für Moskau
Nach Angaben von UATV: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat neue Details über die militärische Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland bekannt gegeben. Demnach lieferte Teheran nicht nur zwischen 1200 und 1300 Kampfdrohnen vom Typ 'Schahid' an Moskau, sondern übergab auch die Lizenz zur Eigenproduktion. Ziel dieser Unterstützung ist es, die russischen Angriffsfähigkeiten gegen die Ukraine zu stärken. Zudem half der Iran beim Bau von gleich zwei Fabriken auf russischem Boden, die diese Drohnen nun in Serie fertigen sollen.
Die Anschuldigungen untermauert Selenskyj mit konkreten Zahlen: Allein am 17. März griff die russische Armee mit 178 Drohnen an. Dabei wurden 22 Einschläge auf zwölf verschiedene Ziele registriert. Der Präsident betonte, dass iranische Ausbilder vor Ort die russischen Soldaten im Umgang mit den Waffensystemen schulen. Dies zeige, wie tief die Kooperation mittlerweile sei.
„Wir haben auf Geheimdienstebene Kontakt zu den Iranern aufgenommen. Wir baten sie, keine Waffen an Russland zu liefern. Wir machten klar: Wenn die gelieferten 'Schahid'-Drohnen unsere Zivilisten töten, wird das iranische Regime zum Komplizen Russlands. Ihre Antwort war: 'Nein, nein, wir sind keine Verbündeten in dieser Sache. Wir haben den Russen nur eine einzige Ladung 'Schahids' verkauft. Das werden 1.200 oder 1.300 Drohnen sein, und dann Schluss. Es wird keine weiteren Lieferungen geben.' Doch sie haben gelogen.“ — Wolodymyr Selenskyj
Wie Irans Hilfe den Kriegsverlauf verändert
Selenskyj präzisierte weiter: „Sie haben ihnen nicht nur Tausende dieser Drohnen gegeben – sie haben auch die Produktionslizenzen für die 'Schahids' überlassen. Sie halfen Russland, zwei Werke für die Herstellung dieser Drohnen zu errichten, leiteten anfangs selbst den Einsatz und bildeten die Russen aus.“ Diese Aussagen unterstreichen, wie massiv der Iran den russischen Angriffskrieg materiell und technologisch unterstützt – weit über eine reine Waffenlieferung hinaus.
Die Enthüllungen des ukrainischen Präsidenten verdeutlichen die zunehmende Internationalisierung des Konflikts. Die Lieferung von Drohnen und die Weitergabe von Produktionswissen könnten das militärische Kräfteverhältnis weiter verschieben und die Gefahr für die Zivilbevölkerung drastisch erhöhen. Kiew appelliert daher weiterhin eindringlich an die internationale Gemeinschaft, die Ukraine im Kampf gegen die Aggression zu unterstützen, die durch externe Partner Russlands immer neue Nahrung erhält.
Lesen Sie auch
- Kiew schlägt Putin einen neuen Friedensplan vor: Was Selenskyj in einem offenen Brief fordert
- 705 Kinder seit Beginn des Krieges getötet: Die Ukraine ehrt die Opfer russischer Aggression
- Syrskyi warnt vor neuer Luftbedrohung: Russland erhöht die Produktion von jetgetriebenen Drohnen
- Gipfeltreffen in Kiew: Was die NATO zur Luftverteidigung der Ukraine beschlossen hat
- Sybiha dankt Zypern für EU-Beitrittscluster und kündigt neues Kapitel mit Ungarn an
- Krieg in der Ukraine: 705 getötete Kinder – Gedenktag am 4. Juni

