Zehntausende neue Rekruten in Russland: Selenskyj warnt vor Moskaus Eskalation.

Zehntausende neue Rekruten in Russland: Selenskyj warnt vor Moskaus Eskalation
Zehntausende neue Rekruten in Russland: Selenskyj warnt vor Moskaus Eskalation

Moskaus Mobilmachung: Neue Zahlen und Hintergründe

Nach Angaben von UATV: Aus der Ukraine dringen Meldungen über eine weitere Mobilisierungswelle in Russland. Grund dafür sollen die schweren Verluste der russischen Armee in den besetzten Gebieten sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich besorgt über diese Entwicklung. Er betonte, dass das Vorgehen des Kremls zeige, wie wenig Moskau an ernsthaften diplomatischen Gesprächen interessiert sei.

'Solche Schritte Russlands beweisen, dass Moskau nicht bereit für echte Diplomatie ist' – Wolodymyr Selenskyj

Laut Angaben des ukrainischen Präsidenten stellt Russland zehntausende zusätzliche Soldaten ein. Ein von Wladimir Putin unterzeichnetes Gesetz verpflichtet die Polizei nun dazu, 'präventive Maßnahmen' gegen wehrpflichtige Bürger durchzuführen, die sich dem Dienst entziehen. Schätzungen zufolge verliert die russische Armee jedoch schneller Material und Personal, als der Kreml es ersetzen kann. Die monatliche Mobilisierungskapazität Russlands liegt bei etwa 30.000 bis 35.000 Mann. Demgegenüber stehen ukrainische Schätzungen, wonach die russischen Truppen jeden Monat rund 35.000 Soldaten verlieren.

Blick nach vorn: Engpässe und mögliche Szenarien

Analysten des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) weisen darauf hin, dass der Kreml sich einem Punkt nähere, an dem der Mangel an Soldaten zum Haupthindernis für die Fortsetzung des Angriffskriegs werde. Experten gehen davon aus, dass der Kreml eine erneute Mobilisierung erwägt. Sie verweisen auch auf die Möglichkeit, dass Moskau einen juristischen Weg findet, um die Mobilmachung fortzusetzen, ohne offiziell den Begriff 'allgemeine Mobilisierung' zu verwenden.

'Russland muss seinen Krieg beenden – und die Welt hat die Hebel, das zu erzwingen' – Wolodymyr Selenskyj

Andererseits meint Andrij Sydelnykow: 'In den nächsten drei Sommermonaten wird sich wohl kaum etwas bewegen.' Dies könnte darauf hindeuten, dass vorerst keine operativen Veränderungen in der militärischen Lage zu erwarten sind.

Zusammengefasst bleibt die Lage rund um die russische Mobilmachung angespannt. Die nächsten Schritte des Kremls könnten den Kriegsverlauf und die diplomatischen Bemühungen in der Region maßgeblich beeinflussen. Angesichts der hohen Verluste und der Schwierigkeit, die Truppen schnell aufzustocken, wirken Moskaus Aktionen wie ein Versuch, die militärische Präsenz aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig werfen sie Fragen auf, ob Russland seine aggressive Politik langfristig durchhalten kann. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung genau, denn sie könnte die Stabilität in der gesamten Region erschüttern.


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