Kiew bittet Brasiliens Präsidenten um Vermittlung: Soll Putin und Xi an den Verhandlungstisch holen.
Ukrainischer Appell an Brasilien
Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat sich an Brasiliens Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva gewandt. Er bat ihn, bei den Friedensgesprächen zur Ukraine zu vermitteln. Konkret forderte Selenskyj den brasilianischen Führer auf, Kontakt zu Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping aufzunehmen, um einen Dialog anzustoßen.
Aus brasilianischer Sicht ist dieser Vorstoß Kiews darauf zurückzuführen, dass direkte Gesprächskanäle mit Moskau schwierig zu finden sind. Es ist nicht das erste Mal, dass die Ukraine ein solches Anliegen an Brasilien heranträgt – bereits 2025 gab es eine vergleichbare Anfrage aus Kiew.
Brasilien auf Friedensmission
Schon im Januar 2025 hatte Lula da Silva mit Putin über den Krieg in der Ukraine gesprochen. Das zeigt, wie aktiv Brasilien bei der Suche nach einem Ausweg aus dem Konflikt ist.
Im April 2026 erklärte Lula da Silva, dass sowohl die USA als auch Russland die Entwicklung des Krieges falsch eingeschätzt hätten. Diese Aussage unterstreicht die Komplexität der Lage und die Notwendigkeit eines internationalen Dialogs. Brasilien könnte damit eine Schlüsselrolle in den Friedensbemühungen spielen.
Selenskyjs Bitte an Brasilien macht deutlich, dass die Suche nach einer friedlichen Lösung für den seit Jahren andauernden Konflikt weitergeht. Quelle: Büro des ukrainischen Präsidenten
Da Brasilien über diplomatische Verbindungen sowohl nach Moskau als auch nach Peking verfügt, könnte sein Engagement ein wichtiger Schritt für die Ukraine sein, um den internationalen Dialog wiederzubeleben.
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