Recht auf Land für Soldaten: Warum das Gesetz gilt, die Praxis aber versagt.
Der gesetzliche Anspruch ukrainischer Soldaten auf Land
Nach Angaben von Novyny.live: Ukrainische Soldaten haben zwar einen gesetzlichen Anspruch auf ein Stück Land, doch der laufende Krieg gegen Russland hat die Vergabe von Flächen an Kriegsteilnehmer vorerst gestoppt. Der Staatliche Bodenkataster arbeitet faktisch nicht mehr, was die Übertragung von Land in Privateigentum blockiert. Die Rechtsgrundlage für die Landvergabe an Soldaten ist weiterhin gültig und sieht sogar eine bevorzugte Behandlung für Veteranen vor.
Kriegsbedingt gilt ein Moratorium für Landübertragungen und die Genehmigung von Vermessungsunterlagen. Das bedeutet, dass Kriegsteilnehmer derzeit keine Parzelle erhalten können. Wie die Expertin Alona Chmona betont:
„Es ist im Moment für einen Kriegsteilnehmer unmöglich, ein Stück Land zu bekommen.“
Das vorgesehene Verfahren zur Landvergabe
Das Gesetz sieht für eine persönliche bäuerliche Wirtschaft eine Fläche von bis zu 2 Hektar vor, für den Hausbau in einem Dorf bis zu 0,25 Hektar. Unter den aktuellen Umständen bleiben diese Möglichkeiten für Soldaten jedoch unerreichbar. Das ursprüngliche Verfahren gewährte ihnen Priorität und erforderte eine Reihe von Dokumenten, darunter:
- einen Antrag auf Genehmigung,
- eine Kopie des Personalausweises,
- einen Nachweis über den Status und die Berechtigung,
- sowie kartografische Unterlagen.
Für die Vergabe von Land für landwirtschaftliche Betriebe können zusätzlich Nachweise über eine agrarische Ausbildung oder Berufserfahrung verlangt werden.
Vor dem Hintergrund der Kampfhandlungen und der ausgesetzten Arbeit des Bodenkatasters können Soldaten ihr Recht auf Land somit nicht einlösen. Dies wirft Fragen zur versprochenen sozialen Absicherung und Wohnraumversorgung auf.
Die aktuelle Lage zeigt die gravierenden Hürden, vor denen ukrainische Veteranen stehen. Der eingefrorene Bodenkataster und das Übertragungsverbot gefährden nicht nur individuelle Zukunftsperspektiven, sondern könnten langfristig die soziale Stabilität beeinträchtigen. Es bleibt abzuwarten, wie der Staat diese wichtige Form der Anerkennung und Unterstützung nach Kriegsende umsetzen wird.
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