Genfer Gespräche: Worüber Ukraine und Russland bei Status der besetzten Gebiete verhandelten.

Genfer Gespräche: Worüber Ukraine und Russland bei Status der besetzten Gebiete verhandelten
Genfer Gespräche: Worüber Ukraine und Russland bei Status der besetzten Gebiete verhandelten

Verhandlungen in Genf

Nach Angaben von TSN.ua: Am 17. und 18. Februar fanden in Genf Gespräche zwischen der Ukraine und Russland statt. Die ukrainische Delegation wurde von Kyrylo Budanow geleitet. Im Zentrum der Diskussionen standen militärische und politische Aspekte, insbesondere der Status der besetzten Gebiete in der Ostukraine sowie die Zukunft des Kernkraftwerks Saporischschja (Saporischschja-Atomkraftwerk). Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte dabei die Notwendigkeit von Sicherheitsgarantien für sein Land. Die Verhandlungen fanden vor dem Hintergrund anhaltender Kampfhandlungen statt, die eine diplomatische Lösung weiter verkomplizieren.

In einem Interview mit dem britischen Journalisten Piers Morgan räumte Präsident Selenskyj ein, dass es derzeit in der Ukraine keine einheitliche Position zur Konfliktlösung gebe:

„Wir haben keine einheitliche Position“ – Wolodymyr Selenskyj

Er verwies zudem auf die Bedeutung der amerikanischen Position, die während früherer Friedensgespräche in Saudi-Arabien vorgeschlagen worden war: „Wir haben geantwortet: ‚Hören Sie, wir halten uns an dieselbe amerikanische Position, die in Saudi-Arabien vorgeschlagen wurde… Daher ist meine Position – ich möchte jedes Format unterstützen, um den Dialog nicht abreißen zu lassen. Aber das bedeutet nicht, dass ich alles akzeptiere‘.“

Zu den strittigsten Punkten gehörte die russische Forderung, die von ihr kontrollierten Gebiete in der Oblast Donezk als Bedingung für einen Kriegsende anerkannt zu bekommen. Selenskyj lehnte dies ab und betonte, er könne die Idee nicht unterstützen, das Gebiet ‚einfach so freiwillig aufzugeben‘. Er wies darauf hin, dass Russland Kiew derzeit vorschlage, sich selbstständig aus dem Donbas zurückzuziehen, wonach der Krieg angeblich enden solle. Der Präsident äußerte zudem Zweifel an der Verlässlichkeit von Sicherheitsgarantien: „Selbst unter diesen Bedingungen, so glaubt er, ‚kann uns niemand das Wort geben, dass Putin nicht wieder kommen wird‘.“

Selenskyj legte großen Wert auf die Stärkung der Verteidigungslinien in der Oblast Donezk, die er als entscheidend für die ukrainische Sicherheit ansieht: „Wenn wir also über Sicherheit sprechen, wenn wir über den Donbas, über die Oblast Donezk sprechen, denke ich als Präsident auch an die Verteidigungslinien, die dort sehr stark sind.“ Er stellte klar, dass die Ukraine eine Armee von 800.000 Personen benötige.

Bedeutung der Gespräche

Die Genfer Verhandlungen unterstreichen somit die Komplexität der aktuellen Lage in der Ukraine und die Bedeutung der Diskussion über Sicherheitsfragen und territoriale Integrität.

Diese Gespräche markieren eine wichtige Phase in den diplomatischen Bemühungen der Ukraine, da Fragen der Sicherheit und territorialen Unversehrtheit im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit bleiben. Die Ergebnisse der Diskussionen könnten die weitere Entwicklung des Konflikts sowie die Strategien beider Seiten bei der Lösung militärischer und politischer Probleme beeinflussen. In einer anhaltend angespannten Situation ist es entscheidend, dass alle Beteiligten den Dialog aufrechterhalten und nach Wegen zu einer friedlichen Regelung suchen.


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