Russlands Forderung in Genf: 80 Kilometer breiter Landstreifen in der Oblast Donezk.
Kern der Genfer Gespräche
Nach Angaben von TSN.ua: Bei Verhandlungen in Genf, die spätestens im Februar 2026 stattfanden, stand die Einrichtung einer entmilitarisierten Zone im Donbas im Mittelpunkt. Russland stellte dabei eine konkrete territoriale Forderung: Es verlangt die Kontrolle über ein Gebiet in der Oblast Donezk, das sich etwa 80 Kilometer in der Länge und 64 Kilometer in der Breite erstreckt. Dieses Areal umfasst Dutzende Städte und Dörfer zwischen der aktuellen Frontlinie und der administrativen Grenze der Region. Solche Forderungen sind nicht neu, sondern knüpfen an frühere, gescheiterte Friedensinitiativen an.
Analysten sehen darin die Wiederbelebung eines Vorschlags aus bereits bekannten Friedensplänen. Die Verhandlungspositionen liegen jedoch nach wie vor weit auseinander, wie der ukrainische Präsident klarstellte:
«Die Positionen der Seiten bleiben geteilt» — Wolodymyr Selenskyj
Historisch betrachtet gab es bereits unter der Trump-Administration im November 2020 einen 28-Punkte-Plan, der sich ebenfalls mit der Konfliktlösung in der Ukraine befasste.
Internationale Bemühungen gehen weiter
Die Genfer Gespräche setzen somit die internationalen Anstrengungen fort, eine friedliche Beilegung des Ukraine-Konflikts zu finden. Im Fokus stehen dabei stets die territoriale Integrität der Ukraine und Sicherheitsfragen.
Die Diskussionen unterstreichen, dass die Suche nach einer diplomatischen Lösung weitergeht. Die Kontrolle über die genannten Gebiete in der Oblast Donezk bleibt ein entscheidender und höchst sensibler Punkt, der die Stabilität der gesamten Region und das Verhältnis zwischen Kiew und Moskau maßgeblich beeinflusst. Da die Standpunkte der Konfliktparteien nach wie vor unvereinbar erscheinen, werden die nächsten Verhandlungsrunden richtungsweisend für die Zukunft der Ostukraine sein.
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