Der Markt für lebende Weihnachtsbäume in der Ukraine schrumpft schnell: Die Verkäufe sind auf ein Rekordminimum gefallen.
Nach Angaben von ТСН: Die Tradition, einen lebenden Weihnachtsbaum zu Neujahr in der Ukraine aufzustellen, verliert allmählich an Beliebtheit. Die diesjährige Saison hat erneut einen Rückgang sowohl im Angebot der Forstbetriebe als auch in der Nachfrage der Käufer gezeigt: Der Markt schrumpft schon das fünfte Jahr in Folge.
Die Staatsforstagentur hat insgesamt 991 Tausend Weihnachtsbäume für das Jahr 2025 zum Verkauf vorbereitet, was um 8% weniger ist als im Vorjahr und mehr als doppelt so wenig wie 2021, als geplant war, über 2 Millionen Bäume zu verkaufen.
Selbst diese reduzierten Mengen sind für den modernen Käufer zu groß gewesen.
Rückgang der Nachfrage
Bis Mitte Dezember 2025 wurden erst 39,9 Tausend Bäume verkauft.
Das sind 11% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Zum Vergleich: Im Jahr 2021 wurden in der Saison über 445 Tausend Bäume verkauft, während die Zahl im letzten Jahr 153,7 Tausend betrug. Die aktuellen Handelstempo deuten darauf hin, dass das Endergebnis noch bescheidener sein wird.
Führende Regionen im Anbau von Weihnachtsbäumen
Zwei Regionen bleiben die Führer bei der Ernte von Neujahrsbäumen und bieten ein Drittel des gesamten Angebots auf dem Markt:
Winnyzja — hat 187 Tausend Bäume vorbereitet (19% der Gesamtzahl).
Schytomyr — 142 Tausend Bäume (14%).
Die Region Schytomyr hat auch die größten Flächen für den Anbau von Nadelbäumen — hier sind 640 Hektar ausgewiesen, auf denen etwa 1,9 Millionen Bäume wachsen.
Das sinkende Interesse der Käufer führt zur Reduzierung spezialisierter Plantagen. Die Gesamtläche, auf der in der Ukraine Nadelhölzer angebaut werden, beträgt 2753,5 Hektar, was um 35% weniger ist als 2021.
Illegale Abholzungen
In einigen Regionen sieht der Rückgang besonders dramatisch aus. In der Region Iwano-Frankiwsk hat sich die Fläche von 9,6 Hektar im Jahr 2021 auf 1,7 Hektar im Jahr 2025 reduziert. Auch der Gesamtbestand an Bäumen wird weniger: von 12,4 Millionen im Jahr 2021 auf 7,8 Millionen heute.
Vor dem Hintergrund des Rückgangs des legalen Marktes hat sich auch die Zahl der Fälle illegaler Abholzungen erheblich verringert. Wenn die „schwarzen Holzerntearbeiter“ keine Nachfrage sehen, zerstören sie den Wald nicht.
Zu Beginn Dezember 2025 wurden nur 34 Fälle illegaler Ernte registriert, von denen ein Drittel in der Region Charkiw stattfand. Zum Vergleich: Im letzten Jahr gab es fast zehnmal so viele Fälle — 328.
Wir erinnern daran, dass wir zuvor berichtet haben, was zu tun ist, damit ein lebender Weihnachtsbaum länger frisch und in guter Form bleibt.
Der Rückgang der Nachfrage nach lebenden Weihnachtsbäumen in der Ukraine hängt größtenteils mit wirtschaftlichen Realitäten und einer Änderung der Verbraucherpräferenzen zusammen. Die Menschen wählen immer öfter Alternativen, die keine Abholzung von Bäumen erfordern. Dies hat nicht nur Einfluss auf den Markt, sondern auch auf die Umwelt, da der Rückgang der Nachfrage die Erhaltung der Wälder und die Reduzierung illegaler Abholzungen beeinflussen kann. Es ist auch ein Rückgang der Flächen für den Anbau von Nadelbäumen zu beobachten, was in Zukunft diese Tradition gefährden könnte.
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