Ukrainischer Angriff auf geheimes Raketentestgelände in Russland.
Ukrainische Streitkräfte treffen Raketen-Testgelände
Nach Angaben von TSN.ua: Am 5. Februar 2026 haben die ukrainischen Streitkräfte (ZSU) das Testgelände 'Kapustin Jar' im Gebiet Astrachan angegriffen. Russland nutzt dieses abgelegene Areal für die Erprobung und Vorbereitung seiner interkontinentalen ballistischen Raketen. Der Schlag erfolgte zeitgleich zu laufenden Verhandlungen mit der Russischen Föderation in Abu Dhabi.
Für den Angriff setzten die ZSU 'Flamingo'-Raketen ein. Dabei wurde eine technische Anlage zur Wartung der ballistischen Raketen beschädigt, ebenso wie ein Lager für militärisches Gerät. Nach dem Angriff wurde ein Teil des Personals vom Gelände evakuiert.
Einschätzung von Militärexperten
Der Experte Kostjantyn Krywolap wertet den Angriff als Demonstration ukrainischer Fähigkeiten. Er betonte, dass die ukrainischen Kräfte Ziele in 'Kapustin Jar' treffen konnten, obwohl dort ein schweres Luftabwehrsystem stationiert ist. Dazu sagte er:
'Das hat gezeigt, dass wir 'Kapustin Jar' treffen können' - Kostjantyn Krywolap.
Krywolap fügte hinzu, es handele sich um einen 'ziemlich präzisen Schlag auf 600 km Entfernung, der den Russen gezeigt hat, dass wir sie erreichen können'.
Ein weiterer Analyst, Walerij Romanenko, sieht in dem Vorfall einen Beleg dafür, dass die Ukraine in der Lage ist, Betriebe des russischen Militärindustriekomplexes außer Gefecht zu setzen. Der Angriff bestätige somit nicht nur die Fähigkeit zu tiefen Vorstößen ins Feindesland, sondern zeige auch direkte Auswirkungen auf die russische Militärinfrastruktur auf.
Der Vorfall unterstreicht die wachsende Fähigkeit der ZSU, präzise Angriffe über große Distanzen durchzuführen – was das Kräfteverhältnis in der Region verändern könnte. Der Schlag gegen 'Kapustin Jar' spiegelt zudem die ukrainische Strategie wider, kritische militärische Ziele des Gegners auszuschalten. Solche Aktionen können den Verlauf künftiger Gefechte und auch die Verhandlungspositionen beider Seiten beeinflussen. Angesichts der anhaltenden Kampfhandlungen könnten derartige Angriffe erhebliche Folgen für die regionale Sicherheit und die internationale Bewertung des Konflikts haben.
Lesen Sie auch
- Russische Kampfjets über der Ostsee: Schwedische Gripen zweimal alarmiert
- Mehr als 2000 Tote: Mai 2023 wird zum blutigsten Monat für Zivilisten in der Ukraine
- Neue Reichweite: Kiews Waffen treffen Ziele bis zu 2000 Kilometer tief in Russland
- Ukrainische Streitkräfte schlagen zurück: Russland plant Offensive auf Dnipro und Saporischschja
- Rekord an zivilen Opfern im Mai: 274 Tote in der Ukraine laut UN
- Putins Prestigeverlust: Warum der Kreml 2026 mit der „Oreschnik“-Rakete zurückschlägt

