12. Februar: Gedenken an den heiligen Meletius und Bauernregeln für den kommenden Frühling.
Gedenktag des heiligen Meletius
Nach Angaben von TSN.ua: Am 12. Februar gedenkt die orthodoxe Kirche des heiligen Meletius, des Erzbischofs von Antiochien. Dieser bedeutende Kirchenvater wurde in Melitene in Kleinarmenien geboren. Seine erste Bischofsweihe erhielt er um das Jahr 357 für den Stuhl von Sebaste. Nur drei Jahre später, im Jahr 360, wurde er zum Erzbischof von Antiochien gewählt, wo er entschlossen für den orthodoxen Glauben eintrat.
Wegen seines Widerstands gegen den Arianismus wurde Meletius unter Kaiser Constantius II. verbannt. Erst nach dem Tod des Kaisers konnte er auf Betreiben von Kaiser Jovian nach Antiochien zurückkehren. Sein Engagement für den rechten Glauben gipfelte in der Teilnahme am Ersten Konzil von Konstantinopel im Jahr 381, wo zentrale Glaubensfragen verhandelt wurden.
Bauernregeln und Bräuche
Am Gedenktag des heiligen Meletius werden traditionell Gebete an den Heiligen gerichtet. Zudem sind verschiedene Wetterzeichen überliefert, die an diesem Tag beobachtet werden:
- Ein klarer Himmel verheißt einen warmen und frühen Frühling.
- Ein Wind aus Süden kündigt nahende Wärme an.
- Frühes Vogelgezwitscher lässt ebenfalls auf einen milden und zeitigen Frühling hoffen.
Der Tag gilt jedoch als ungünstig für den Start neuer Vorhaben oder langfristige Planungen. Stattdessen ist es Brauch, Fischgerichte zuzubereiten. Solche Bräuche zeigen die enge Verbindung zwischen dem Kirchenjahr und dem Rhythmus der Natur, die für viele orthodoxe Feiertage typisch ist.
Das Gedenken an den heiligen Meletius würdigt eine Schlüsselfigur der frühen Kirche. Sein Wirken im Kampf gegen die arianische Lehre und seine Mitwirkung an den ökumenischen Konzilien prägten die christliche Dogmatik nachhaltig. Sein Festtag ist somit sowohl von historischer als auch von volkstümlicher Bedeutung.
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