Neue Finanzhilfe von bis zu 12.300 Griwna für Binnenvertriebene: Wer hat Anspruch?.
Antragsfrist für Geldleistungen an Binnenvertriebene in der Ukraine gestartet
Nach Angaben von Novyny.live: Die Stiftung 'Recht auf Schutz' hat die Annahme von Anträgen für eine neue finanzielle Unterstützung eröffnet. Diese richtet sich an Ukrainer mit dem Status einer intern vertriebenen Person (BVP) sowie an Anwohner in fünf Regionen des Landes. Pro Person können bis zu 12.300 Griwna ausgezahlt werden. Ziel ist es, Menschen zu helfen, die durch die Kampfhandlungen in eine schwierige Lage geraten sind.
Die Mittel stammen aus dem Humanitären Fonds für die Ukraine (UHF). Gefördert werden Bewohner der Oblaste Charkiw, Sumy, Mykolajiw, Saporischschja und Dnipropetrowsk. Voraussetzung für die Hilfe ist, dass das durchschnittliche monatliche Pro-Kopf-Einkommen unter 8.422 Griwna liegt.
Bedingungen für den Bezug der Zahlungen
Laut Programmrichtlinien erhalten Personen, die in besonders gefährdeten Gebieten bleiben, monatlich 1.800 Griwna – das entspricht 10.800 Griwna für ein halbes Jahr. Für Familien, die evakuiert wurden, ist eine Unterstützung von 4.100 Griwna pro Person vorgesehen, was über drei Monate hinweg 12.300 Griwna ergibt. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von vier bis sechs Wochen nach erfolgreicher Prüfung auf das Konto.
Für die Einreichung der Unterlagen müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Dazu zählen der BVP-Status, ein Wohnort nicht weiter als 50 Kilometer von der Frontlinie entfernt sowie ein monatliches Durchschnittseinkommen von weniger als 8.422 Griwna. Weitere Auswahlkriterien sind:
- Vorliegen einer Behinderung
- Alter der Familienmitglieder
- Zusammensetzung des Haushalts
- Erwerbsstatus
- Wohnbedingungen
Mit diesem Programm soll die finanzielle Belastung derjenigen gemildert werden, die am stärksten unter den Kriegsfolgen leiden. Es bietet eine notwendige Unterstützung, um den Alltag wieder bewältigen zu können.
Die Eröffnung einer neuen Antragsrunde für Geldleistungen ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der vom Krieg betroffenen Ukrainer. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage kann diese Initiative vielen Menschen helfen, ihre Grundbedürfnisse zu decken und ihr Leben neu zu ordnen.
Lesen Sie auch
- Schärfere Regeln für E-Scooter in der Ukraine: Bußgelder kommen erst im Herbst
- 200.000 Ukrainer in russischer Gefangenschaft: Wie der Staat den Gefangenen hilft
- Jeder fünfte Verdächtige ist minderjährig: Wie Russland Jugendliche in Europa rekrutiert – und warum die Ukraine Alarm schlägt
- Angehörige von Kriegsgefangenen protestieren in Lwiw: 'Schweigen tötet – bringt sie nach Hause'
- Höhere Zuschüsse für Zahnbehandlungen: Was Veteranen und Kriegsteilnehmer in der Ukraine jetzt erhalten
- 55 Prozent mehr Mobbing an Schulen: Menschenrechtsbeauftragter sieht Schutzsystem gescheitert

