14 Jahre nach dem Mord an Oksana Makar: So erging es den Tätern.

14 Jahre nach dem Mord an Oksana Makar: So erging es den Tätern
14 Jahre nach dem Mord an Oksana Makar: So erging es den Tätern

Der Fall Oksana Makar

Nach Angaben von TSN.ua: Im März 2022 jährte sich in der Ukraine der Tod der 18-jährigen Oksana Makar zum 14. Mal – ein Verbrechen, das die Gesellschaft erschütterte. Die junge Frau starb am 29. März 2012. Der Fall zog nicht nur öffentliche Aufmerksamkeit auf sich, sondern auch ein großes Medienecho. Im Zuge der Ermittlungen wurden drei Männer verurteilt: Jewgeni Krasnoschtschok, Artjom Pogosjan und Maxim Prissjaschnjuk.

Während Krasnoschtschok eine lebenslange Haftstrafe erhielt, wurden Pogosjan zu 14 Jahren und Prissjaschnjuk zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Im Jahr 2024 wurde Prissjaschnjuk vorzeitig entlassen. Pogosjan beantragte ebenfalls eine vorzeitige Freilassung, doch das Gericht lehnte ab. Die unterschiedlichen Entwicklungen bei den Verurteilten lösten in der Öffentlichkeit Diskussionen aus. Zum Vergleich: In Deutschland wäre eine vorzeitige Entlassung nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe möglich gewesen.

Aussagen von Oksanas Mutter

Oksanas Mutter, Tetjana Surowyzka, äußerte sich zu dem Fall. Sie berichtete, dass der zu lebenslanger Haft verurteilte Krasnoschtschok versucht habe, seine Schuld zu mildern:

„Krasnoschtschok, der lebenslang bekommen hat, hat gefleht (um Milde), er hat sehr höflich mit mir gesprochen. Er hat mich um Verzeihung gebeten. Aber seine Entschuldigung ist mir völlig egal.“ – Tetjana Surowyzka

Zudem erklärte sie sich bereit, Hilfe anzunehmen: „Wenn jemand die Möglichkeit hat, mir zu helfen, werde ich nicht ablehnen.“

Ein weiterer tragischer Aspekt: Das Grabdenkmal von Oksana Makar wurde durch einen russischen Beschuss zerstört – ein Ereignis, das die schrecklichen Umstände ihres Todes erneut in den Fokus rückt. Der Fall hinterlässt tiefe Spuren in der ukrainischen Gesellschaft und wirft Fragen nach Gerechtigkeit, Erinnerung und Vertrauen in das Rechtssystem auf.

Der Fall Oksana Makar ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie die Gesellschaft auf brutale Verbrechen und deren Folgen reagiert. Er bleibt ein wichtiges Diskussionsthema in der Ukraine, das nicht nur die individuelle Verantwortung der Täter, sondern auch systemische Probleme der Justiz beleuchtet. Die öffentliche Reaktion auf die Gerichtsurteile zeigt die tiefe Betroffenheit und die anhaltende Hoffnung auf Gerechtigkeit – Themen, die bis heute nichts an Aktualität verloren haben.


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