15. Januar: Tag des heiligen Paulus von Teba und was man laut Volksweisheiten nicht tun sollte.
Nach Angaben von ТСН: Am 15. Januar feiert die orthodoxe Kirche den Gedenktag der heiligen Väter Paulus von Teba und Johannes des Kleingärtners. Der heilige Paulus von Teba ist einer der bekanntesten Wüstenväter des 4. Jahrhunderts, der durch seine strengen Askese und tiefe Spiritualität berühmt wurde. Er wurde in Ägypten geboren und wählte in seiner Jugend den Weg des Einsiedlers, nachdem er weltliche Beschäftigungen aufgegeben hatte, um Gott zu dienen.
Die geistlichen Praktiken des Paulus waren durch tiefes Gebet, strenge Fasten und innere Kämpfe mit Leidenschaften gekennzeichnet. Er lebte in einer abgeschiedenen Zelle in der Wüste von Teba (das heutige Ägypten), wo sein Beispiel viele Nachfolger inspirierte. Der heilige Paulus lehrte, dass wahre Freiheit der Seele durch das Ablehnen irdischer Versuchungen und ständige Aufmerksamkeit für Gebet und das Nachdenken über die Heilige Schrift erreicht wird.
Paulus hinterließ zahlreiche Lehren für Mönche und Laien, in denen er die Bedeutung von Demut, Geduld und Nächstenliebe betonte.
Der heilige Johannes des Kleingärtners war ein christlicher Asket des 5.–6. Jahrhunderts, bekannt für seine einzigartige Art des asketischen Lebens. Er wählte das Leben in der Wildnis anstelle eines Klosters und verbrachte Tage und Nächte im Gebet und in Kontemplation.
Sein Eifer zeigte sich darin, dass er in Büschen und Sträuchern lebte, wofür er den Spitznamen „Kleingärtner“ erhielt. Diese Lebensweise symbolisierte die vollständige Ablehnung irdischer Güter und die Suche nach spiritueller Einheit mit Gott durch strenge körperliche und geistige Prüfungen.
Johannes lehrte, dass wahre geistliche Freiheit nicht durch äußere Rituale, sondern durch innere Reinheit des Herzens, ständiges Gebet und demütige Annahme des göttlichen Willens erreicht wird.
Volksweisheiten für den 15. Januar
Wenn der Frost den ganzen Tag anhält, wird der Frühling kalt und spät.
Vögel fliegen nahe an die Häuser — es wird starker Frost sein, denn die Vögel suchen Essen.
Schnee oder Schneesturm an diesem Tag prophezeien eine reiche Ernte von Brot und Milch.
Was man morgen nicht tun sollte
Laut Volksglauben gilt dieser Tag als besonders für Magier und Zauberer: Es wird angenommen, dass sie ihr Wissen an Schüler weitergeben und dann überprüfen, was sie bei Menschen verursacht, die verschiedene Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Daher sollte man vorsichtig sein: Lass keine Fremden ins Haus und nimm nichts von Unbekannten an. Volksweisheiten raten auch davon ab, wichtige Angelegenheiten und Reisen zu unternehmen, da der Tag als ungünstig für jegliche Unternehmungen gilt.
Was man morgen tun kann
Am Tag der Ehrung des heiligen Paulus wenden sich die Orthodoxen mit Gebeten an ihn für die Stärkung von Seele und Körper, um von Krankheiten, bösen Blicken oder Missbrauch befreit zu werden. Die Gläubigen bitten ihn auch um Fürsprache, um sich von negativem Einfluss und geistigem Druck, einschließlich gefährlicher religiöser Einflüsse oder Sekten, zu befreien.
Der Gedenktag der heiligen Väter Paulus von Teba und Johannes des Kleingärtners erinnert uns nicht nur an ihr asketisches Leben, sondern regt auch zum Nachdenken über unsere eigenen spirituellen Werte an. Die Ehrung dieser Heiligen kann für viele Gläubige ein Anstoß sein, sich intensiver dem Gebet, der Kontemplation und der Suche nach Wahrheit in ihrem Leben zu widmen. Es ist auch eine wichtige Gelegenheit, sich im Rahmen der modernen Welt der geistlichen Praxis zuzuwenden, wo es so viele Ablenkungen gibt.
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