Afrikas Loyalitäten: 20 Staaten mit Russland, nur 8 unterstützen die Ukraine.
Russlands Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent
Nach Angaben von Слово і Діло — Інфографіка: Die Analyse beleuchtet, wie Russland seine militärischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu afrikanischen Staaten gestaltet. Moskau pflegt schon seit der Sowjetzeit enge Kontakte nach Afrika. Aktuell unterhalten 20 Länder des Kontinents freundschaftliche Bande zu Russland – lediglich acht Länder hingegen stellen sich auf die Seite der Ukraine. Diese Schieflage zeigt die anhaltende Anziehungskraft Russlands in der Region.
Militärkooperation und wirtschaftliche Partnerschaften
Algerien und Uganda sind die größten Abnehmer russischer Rüstungsgüter in Afrika. Zwischen 2020 und 2024 kamen 48 Prozent aller Militärexporte nach Algerien aus Russland. Allerdings brachen die Waffenlieferungen an Algerien nach dem russischen Angriff auf die Ukraine um 80 Prozent ein. Auch autoritäre Regime wie jene in Mali, Burkina Faso, Niger und der Zentralafrikanischen Republik zählen zu den wichtigen Kunden russischer Waffen – ein Hinweis auf die Ausrichtung der russischen Militärpolitik.
Bereits 2019 schlossen Russland und die Republik Kongo ein Militärabkommen. Im Jahr 2025 unterstützte Moskau zudem die Militärjunta auf Madagaskar. Beide Schritte unterstreichen die Bereitschaft Russlands, auch mit instabilen politischen Systemen zusammenzuarbeiten.
Die Republik Südafrika gilt als Russlands wichtigster Wirtschaftspartner auf dem Kontinent. Gleichzeitig gibt es in Afrika mindestens acht Länder, die die Ukraine unterstützen. Diese unterschiedlichen Lager veranschaulichen die komplexen politischen Kräfteverhältnisse in der Region.
Die ukrainische Plattform Slowo i Dilo hat in einer Infografik festgehalten, welche afrikanischen Staaten freundschaftliche Beziehungen zu Russland pflegen – und liefert damit einen detaillierten Überblick über die geopolitischen Netzwerke vor Ort.
Insgesamt zeichnen sich die Beziehungen zwischen Russland und den afrikanischen Ländern durch eine wechselhafte Dynamik aus. Sowohl interne Faktoren wie politische Regimewechsel als auch internationale Entwicklungen könnten diese Verbindungen künftig verändern. Afrika bleibt für Russland ein strategisch bedeutender Raum, in dem es seine Position durch militärische und wirtschaftliche Kooperationen zu festigen sucht. Die Existenz pro-ukrainischer Kräfte in einigen Ländern zeigt jedoch, dass die politischen Fronten in Afrika keineswegs einheitlich sind – was die Zukunft der russisch-afrikanischen Beziehungen maßgeblich beeinflussen dürfte.
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