Frontbericht: 201 Gefechte an einem Tag – Russlands Offensive am Dnipro bleibt aus.
Frontgeschehen am 17. Februar 2023
Nach Angaben von UATV: An der ukrainischen Front kam es am 17. Februar 2023 zu insgesamt 201 Gefechten zwischen ukrainischen Verteidigern und russischen Angreifern. Bemerkenswert ist, dass die russischen Truppen ihre zuvor intensiven Sturmangriffe im Dnipro-Brückenkopfbereich nicht wieder aufnehmen konnten. Der Gegner unternahm stattdessen an anderen Abschnitten zahlreiche Durchbruchsversuche.
Gefechtsstatistik nach Frontabschnitten
- Nord-Sloboschanskyj und Kursker Richtung: 7 Gefechte
- Süd-Sloboschanskyj Richtung: 11 Durchbruchsversuche
- Kupjansk Richtung: 6 Angriffe
- Lyman Richtung: 14 Angriffe
- Slowjansk Richtung: 7 Vorstöße
- Kramatorsk Richtung: 5 Angriffsoperationen
- Kostjantyniwka Richtung: 16 Angriffe
- Pokrowsk Richtung: 42 Sturmangriffe
- Huljajpole Richtung: 37 Gefechte
- Oleksandriwka Richtung: 8 Angriffe
- Orechow Richtung: 1 Angriff
Trotz der hohen Aktivität auf vielen Frontabschnitten blieb der Dnipro-Bereich von russischen Offensivaktionen ausgespart. Dies deutet auf erhebliche operative Schwierigkeiten der Invasoren an diesem neuralgischen Punkt hin. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 88 Artilleriebeschüsse registriert, darunter drei mit Raketenwerfern.
Die Lage an der Front bleibt angespannt. Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Verteidigungsoperationen fort, wehren Angriffe ab und behalten die Kontrolle über die Schlüsselpositionen.
Die anhaltend hohe Gefechtsaktivität entlang der gesamten Kontaktlinie unterstreicht den zermürbenden Charakter dieses Stellungskrieges.
Das Ausbleiben der Offensive am Dnipro ist militärisch bedeutsam. Die Kontrolle über diese Schlüsselregion ist für beide Seiten von strategischer Wichtigkeit. Die Entwicklung dort hängt maßgeblich von den Entscheidungen der militärischen Führungen und der Gesamtlage an der Front ab.
Lesen Sie auch
- Syrskyi warnt Belarus: Ukrainische Armee bereit für Angriff im Raum Tschernihiw
- Ukrainische Streitkräfte gewinnen seit Jahresbeginn über 670 Quadratkilometer zurück – Syrskyi berichtet über Lage
- Syrskyj warnt: Russland plant womöglich neuen Angriff auf die Region Tschernihiw
- Dänemark kündigt 600 Millionen Euro für die Ukraine an – Das steckt im 30. Hilfspaket
- Bis zu 300 Verluste täglich: Russen zahlen hohen Preis für Vorstoß auf die Städteachse Slowjansk-Kramatorsk
- Peking fordert Zurückhaltung: Höchststand an zivilen Todesopfern im Ukraine-Krieg

