Eroberungsplan von Kostjantyniwka gescheitert: Neue Großangriffe im Juli und August erwartet.

Eroberungsplan von Kostjantyniwka gescheitert: Neue Großangriffe im Juli und August erwartet
Eroberungsplan von Kostjantyniwka gescheitert: Neue Großangriffe im Juli und August erwartet

Lage an der Front

Nach Angaben von UATV: Die russischen Truppen setzen ihre strategische Offensive fort, sind aber mit ihren Hauptzielen bisher gescheitert. Besonders die Kämpfe um Kostjantyniwka in der Oblast Donezk dauern an – obwohl die Stadt bereits im Mai hätte eingenommen werden sollen. Für Juli und August werden nun vermehrt mechanisierte Sturmangriffe prognostiziert, die eine weitere Eskalation bedeuten könnten.

Einem ukrainischen Militärexperten zufolge blockiert Kostjantyniwka den gesamten russischen Vormarsch auf der Südflanke der Donezk-Front. Die Kontrolle über diesen Ort ist strategisch entscheidend für die weitere Offensive. Zudem gelang es den russischen Einheiten auch bei Kupjansk nicht, ihre Ziele zu erreichen – ein klares Zeichen für Schwierigkeiten bei der Umsetzung ihrer militärischen Pläne.

Mechanisierte Sturmangriffe und ukrainische Gegenwehr

Die erwarteten Angriffe mit schwerem Gerät im Hochsommer sind Teil des Versuchs, die Initiative zurückzugewinnen. Der Analyst warnt jedoch: „Die Kapazitäten der Russen schrumpfen. Sie werden daher jetzt massiv Druck ausüben, ohne den Herbst abzuwarten.“ Parallel dazu griffen ukrainische Verteidigungskräfte in der Nacht zum 27. Juli ein russisches Beobachtungssystem auf den Anlagen von Tschornomornaftohas an – ein Zeichen für gezielte Gegenoperationen.

Die aktuelle Frontlage wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: einen logistischen Lockdown und die zunehmenden Nachschubprobleme der russischen Armee. Experten sehen darin den Hauptgrund für das stockende Vorrücken. Auf ukrainischer Seite sind derzeit drei Großgefechte im Gange, die zeigen, dass die Verteidiger ihre Stellungen behaupten wollen.

Kostjantyniwka gilt als zentraler Verkehrsknoten im Donbass. Seine Kontrolle würde den Russen den Zugang zu wichtigen Nachschubwegen öffnen und die ukrainische Verteidigungslinie im Süden schwächen. Die ukrainischen Streitkräfte setzen daher alles daran, den Ort zu halten und gleichzeitig die russische Logistik zu stören.

Trotz der russischen Aktivität bleibt die Lage angespannt und der Ausgang ungewiss. Beide Seiten versuchen, ihre Positionen zu festigen. Der Kampf um Kostjantyniwka und andere Abschnitte wird maßgeblich über den weiteren Verlauf des Konflikts entscheiden. Die ukrainische Führung hofft, die sich abzeichnenden logistischen Schwachstellen des Gegners für eigene Erfolge nutzen zu können.


Lesen Sie auch

Werbung