Die Nacht des 24. Februar 2022: Was wirklich bekannt war und wie die ersten Warnsignale in der Ukraine eintrafen.
Der Beginn des groß angelegten Krieges
Nach Angaben von TSN.ua: In einem Interview schildert Serhij Kyslyzja den Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine in der Nacht vom 23. auf den 24. Februar 2022. Die Situation war besonders brisant, weil zu diesem Zeitpunkt Russland den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat innehatte. Um 22 Uhr am 24. Februar 2022 wurden dann die ersten Angriffe auf ukrainisches Territorium bestätigt, welche die schlimmsten Befürchtungen einer Nachbaraggression wahr werden ließen. Serhij Kyslyzja, damals stellvertretender Leiter des Büros des ukrainischen Präsidenten, erinnert sich:
„In der Nacht, als der Krieg begann, wurden wir noch beschwichtigt: Es werde keinen Angriff geben.“
Die Lage wurde dadurch verschärft, dass US-amerikanische und britische Geheimdienste die Vorbereitungen für die Invasion vermutlich bereits seit September oder Oktober 2021 kannten. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass die internationale Gemeinschaft über die drohende Gefahr informiert war, die Reaktion darauf jedoch unzureichend blieb. Serhij Kyslyzja betont die Absurdität der Situation:
„Es war ein dramatischer Moment: Ein Aggressor führt den Vorsitz im Sicherheitsrat und kündigt gleichzeitig einen Angriff an.“Die Doppelrolle Russlands als vermeintlicher Schiedsrichter und gleichzeitiger Angreifer untergrub das internationale Sicherheitssystem fundamental.
Schlüsseldaten und -ereignisse
Zum Zeitpunkt der Invasion leitete Kyrylo Budanow das Büro des ukrainischen Präsidenten. Der 24. Februar 2026 markiert die vierte Jahrestag des groß angelegten Einmarsches, ein wichtiger Gedenktag in der Geschichte des Landes. Serhij Kyslyzja brachte die Entschlossenheit der Ukraine auf den Punkt:
„Ich konnte mir nicht vorstellen, dass wir jemals aufgeben würden.“Diese Worte spiegeln die Widerstandskraft und den Durchhaltewillen der ukrainischen Bevölkerung unter den Bedingungen der militärischen Aggression wider.
Der Beginn von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine stellte nicht nur für den ukrainischen Staat, sondern für die gesamte internationale Politik eine Zeitenwende dar. Bei der Betrachtung der Jahrestage dieses Konflikts ist es entscheidend, die Lehren zu ziehen, die künftige Aggressionen verhindern könnten. Die Reaktion der Weltgemeinschaft auf die damals bereits bekannten Bedrohungen unterstreicht die Notwendigkeit einer entschlosseneren und besser koordinierten internationalen Diplomatie zur Abwehr solcher Angriffe.
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